Marcus May beißt die Zähne zusammen. Wenn er nur von einem Stuhl aufstehen muss, hat der Offensiv-Kicker der SSV Buer bereits große Rücken-Beschwerden.

SSV BUER - Marcus May fühlt sich „wie ein alter Mann“

hb
02. Dezember 2005, 10:47 Uhr

Marcus May beißt die Zähne zusammen. Wenn er nur von einem Stuhl aufstehen muss, hat der Offensiv-Kicker der SSV Buer bereits große Rücken-Beschwerden.

Marcus May beißt die Zähne zusammen. Wenn er nur von einem Stuhl aufstehen muss, hat der Offensiv-Kicker der SSV Buer bereits große Rücken-Beschwerden. Das schon seit über einem Monat, weswegen er nicht mehr für die „Rothosen“ auf Torejagd gehen kann. May leidet unter einer so genannten ISG-Blockade, einer Beeinträchtigung der Muskulatur oberhalb des Kreuzbeins. „Ich fühle mich wie ein alter Mann“, gibt der 23-Jährige zu, der in der vergangenen Woche im Hertener Elisabeth-Krankenhaus Herten eine Schmerz-Therapie über sich ergehen lassen musste.

An Sport ist derzeit nicht zu denken, im schlimmsten Fall muss May sogar seine Fußball-Schuhe an den Nagel hängen. „Für mich geht es primär erst einmal darum, den Alltag zu bewältigen“, nickt der Gelsenkirchener, der ein paar Mal die Woche zur Kranken-Gymnastik und zum Muskelaufbau ins benachbarte Spital fährt. Ob und wann er wieder auf den Sportplatz zurück kann, ist völlig offen. Selbst an eine leichte Jogging-Runde ist momentan noch nicht zu denken. „Das würde mir auch gar nicht in den Sinn kommen, dafür sind die Schmerzen einfach viel zu groߓ, stöhnt May, der immerhin nicht unters Chirurgen-Messer muss. „Mit einer Operation kann man da nichts machen“, weiß der Biologie-Student, der es mit der Forschung an der Ruhr-Universität derzeit etwas ruhiger angehen lässt.

So oft es die Beschwerden zulassen, besucht May aber seine Mannschaft beim Training. „Den Kontakt zu den Jungs will ich nicht einfach abreißen lassen, auch wenn ich im Moment selbst nichts machen kann“, erklärt der Linksfuß. Am kommenden Sonntag, wenn die Elf von Trainer Holger Siska den Aufsteiger TSV Weißtal empfängt, will er wieder an der „Löchterheide“ sein. Am Rand, zur Untätigkeit verurteilt, die Zuschauer-Rolle fällt ihm schwer. „Wer einmal Fußball gespielt hat, will damit nicht aufhören. Daher hoffe ich auch, dass es irgendwann bei mir wieder geht“, will May den Kampf gegen die Blockade gewinnen.

Autor: hb

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