Das Bochumer Stadtderby zwischen der DJK TuS Hordel und Vorwärts Kornharpen hat die 300 Zuschauer nicht vom Hocker gehauen. Die haushoch favorisierten Gäste gewannen am Ende zwar mit 2:0 (1:0), doch der SV konnte sich glücklich schätzen.

HORDEL - KORNHARPEN 0:2 (0:1) - Vorwärts mit Rolle rückwärts

11. Oktober 2005, 10:29 Uhr

Das Bochumer Stadtderby zwischen der DJK TuS Hordel und Vorwärts Kornharpen hat die 300 Zuschauer nicht vom Hocker gehauen. Die haushoch favorisierten Gäste gewannen am Ende zwar mit 2:0 (1:0), doch der SV konnte sich glücklich schätzen.

Das Bochumer Stadtderby zwischen der DJK TuS Hordel und Vorwärts Kornharpen hat die 300 Zuschauer nicht vom Hocker gehauen. Die haushoch favorisierten Gäste gewannen am Ende zwar mit 2:0 (1:0), doch der SV konnte sich glücklich schätzen. "Wir haben im zweiten Durchgang das Ergebnis mit Geschick über die Zeit gebracht", resümierte Coach Jörg Silberbach. Sein "Boss" Frank Weber ging sogar noch einen Schritt weiter: "Das war enttäuschend, wir haben unsere Ambitionen wieder einmal nicht unter Beweis gestellt." Auf Seiten der Gastgeber analysierte Debütant und Co-Trainer Peter Both, der den im Urlaub weilenden Coach Frank Wagener vertrat: "Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat ordentlich gekämpft, dennoch die beiden entscheidenen Fehler gemacht."
Der TuS legte im ersten Durchgang los wie die Feuerwehr, doch Windsor Noncent setzte einen Kopfball neben das Gehäuse (2.). "Das war der Weckruf und wir haben angefangen, den Ball laufen zu lassen", erinnerte sich Silberbach. Kornharpen bestimmte bis zur Pause das Geschehen, die DJK erstarrte in Ehrfurcht. Folgerichtig markierten die Gäste durch Marius Kundrotas das 1:0 (23.). "Das war unser einziges Stellungs-Problem", befand Both. Silberbach: "Das war ein schöner Spielzug, den Marius endlich einmal hervorragend abschloss."
Doch nach dem Seitenwechsel rieben sich die Fans verwundert die Augen. Wer dachte, dass Vorwärts nun seinen Stiefel herunter zocken würde, sah sich getäuscht. Nach dem die "Kornmänner" drei Mal eine 2:0-Führung abgaben, wurde wieder die Verunsicherung deutlich, Abspielfehler waren an der Tagesordnung. "Das ist reine Kopfsache", erklärte Kornharpens Co-Trainer Christian Britscho, der Zustimmung von seinem "Chef" Silberbach erhielt. "Da haben die Nerven versagt." Hordel bestimmte plötzlich das Geschehen, hätte durch Nils Mondroch (78.) oder einen Uwe Sack-Freistoß (85.) das Remis verdient gehabt. "Da wir uns aber sonst keine echten Chancen erarbeitet haben, ist das Ergebnis okay", zeigte sich Both als fairer Verlierer. "Wir treffen nicht jedes Mal auf einen so routinierten Gegner, können auf dieser Leistung aufbauen."
Bis zur 88. Minute mussten die "Kornmänner" zittern. Dann, nach schöner Kundrotas-Vorarbeit, erlöste Guido Silberbach mit einem Heber aus 17 Metern über den herausstürmenden TuS-Keeper André Lindenblatt den selbsternannten Aufstiegs-Aspiranten mit dem 2:0.
Jörg Silberbachs Fazit nach der Rolle rückwärts im zweiten Durchgang: "Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Der Dreier wird gut tun, die nötige Sicherheit zu bekommen."

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