Den Saisonstart hat man sich in Sodingen mit Sicherheit anders vorgestellt. Denn der SV ist mit gerade einmal vier Pünktchen aus sechs Partien überhaupt nicht aus dem Quark gekommen.

SODINGEN: Rudziks Kreuzband, Hampels Leidenschaft

tr
01. Oktober 2005, 12:32 Uhr

Den Saisonstart hat man sich in Sodingen mit Sicherheit anders vorgestellt. Denn der SV ist mit gerade einmal vier Pünktchen aus sechs Partien überhaupt nicht aus dem Quark gekommen.

Den Saisonstart hat man sich in Sodingen mit Sicherheit anders vorgestellt. Denn der SV ist mit gerade einmal vier Pünktchen aus sechs Partien überhaupt nicht aus dem Quark gekommen. "Das ist bitter", kann Spieler-Coach Christian Hampel beim Blick auf die Tabelle nur noch mit dem Kopf schütteln.

Die Gründe für den schlechten Beginn hat der Ex-Hagener aber ausgemacht. "Wenn bei uns Stammspieler wie Erdil Sadin oder Tobias Kohlloeffel wie zuletzt ausfallen, können wir sie nicht ersetzen. Beide haben bewiesen, dass sie überdurchschnittliche Spieler für uns sind und dann fallen sie über Wochen aus."

Besonders pikant wird die Lage dadurch, dass das Duo für die linke Seite vorgesehen war. "Damit fehlt mir die komplette Außenbahn und ich musste von einer Viererkette auf den Libero umstellen", erklärt Hampel die taktischen Nöte. Denn auch die Alternative, Dario Rudzik, hat es erwischt. Für den Youngster kam es besonders bitter. Gerade war sein Kreuzbandriss ausgeheilt, da riss das Band erneut. "Für ihn tut es mir furchtbar Leid", zeigt Hampel Mitgefühl. "Ob er in dieser Serie überhaupt noch einmal auflaufen wird, ist fraglich."

Dass Sadin bei der 1:3-Pleite gegen den SSV Hagen zum Einsatz kam, war ebenfalls nur durch den personellen Engpass begründet. "Erdil ist noch nicht soweit, muss erst einmal fit werden", weiß Hampel. "Ich musste ihn aus der Not heraus einwechseln, da mir die Alternativen fehlten."

Dennoch macht sich der 35-Jährige vor dem Auswärts-Trip nach Kornharpen nicht in die Hose. "Wenn die Ergebnisse so bleiben, haben wir bald eine Zweiklassen-Gesellschaft in der Liga. Bei Vorwärts ist es aber nur noch eine Frage der Zeit, bis sie nach ganz vorne stoßen. Bei uns hoffentlich auch, bis wir uns von den Abstiegsplätzen entfernen." Hampel, der sich am Samstag mit einem Remis durchaus zufrieden geben würde, berichtet: "Mit Leidenschaft können wir Kornharpen knacken."

Eine Änderung bezüglich der Startelf gegen Hagen wird er vornehmen. "Ich habe in Hagen versucht, mit meinem Draußenbleiben ein Zeichen zu setzen. Aber die Aktion hat nicht das gebracht, was ich mir erhofft hatte. Das macht schließlich nicht jeder gegen seinen Ex-Club. Deswegen werde ich, wenn es meine Knie-Probleme zulassen, auflaufen."

Autor: tr

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