Die SSV Buer steht vor einer Revolution. Galt die erste Mannschaft bisher als verschworene Gemeinschaft, in der fast die komplette Truppe aus der eigenen Jugend bestand, haben nun satte zwölf Kicker die „Rothosen“ verlassen.

BUER - Höffken einer von zwölf Abgängen

hb
04. Juli 2005, 09:34 Uhr

Die SSV Buer steht vor einer Revolution. Galt die erste Mannschaft bisher als verschworene Gemeinschaft, in der fast die komplette Truppe aus der eigenen Jugend bestand, haben nun satte zwölf Kicker die „Rothosen“ verlassen.

Die SSV Buer steht vor einer Revolution. Galt die erste Mannschaft bisher als verschworene Gemeinschaft, in der fast die komplette Truppe aus der eigenen Jugend bestand, haben nun satte zwölf Kicker die „Rothosen“ verlassen.

Neben Engin Potalkan (YEG Hassel) und Patrick Grüger (Ziel unbekannt) meldete sich auch Dennis Höffken auf den letzten Drücker zum Stichtag 30. Juni von den Gelsenkirchenern ab.

Das aus gutem Grund. Für den Studenten des Kultur-, Medien- und Event-Managements hat die berufliche Perspektive längst höhere Priorität als der Sport. „Ich habe so lange Fußball gespielt, da will man nicht vom einen auf den anderen Tag aufhören“, hebt der 26-Jährige an. „Ich habe in den vergangenen fünf Monaten durchgehend für die Event-Agentur ‚TAS’ in Düsseldorf gearbeitet, war an einem Projekt für den Fernsehsender Super RTL beteiligt. In den nächsten zwei Monaten will ich meine Diplomarbeit fertig haben“, hat Höffken genug zu tun, um nicht drei bis vier Mal in der Woche auf dem Trainingsplatz stehen zu müssen.

Außerdem ist der Blondschopf gerade nach Essen-Kettwig umgezogen und hat keine Lust auf die Anreise in den Norden Gelsenkirchens. „Es sind so viele Kollegen weg gegangen, dass ich mich mit der SSV nicht mehr identifizieren könnte. Das würde mir keinen Spaß mehr machen, dafür fahre ich nicht fast jeden Tag diese Strecke“, hat der Keeper mit dem Kapitel Buer abgeschlossen.

Als Ersatz für Höffken hat Trainer Holger Siska den wieder einmal auf Vereinssuche befindlichen Andreas Krznar an Land gezogen. Der „Wandervogel“ war zuletzt beim SV Schermbeck gelandet und hatte sich zuvor vergeblich um ein dauerhaftes Engagement beim 1. FC Bocholt bemüht und sich immer wieder auch bei anderen Clubs ins Gespräch gebracht.

Autor: hb

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