Der Kader der SSV Buer strotzt nicht gerade vor schillernden Typen. Die Mannschaft, kickt bis auf wenige Ausnahmen, seit der Jugend zusammen, ist ein verschworener Haufen. Dazu gehört auch Dennis Höffken, der dennoch unter den „Rothosen“ eine Sonderstellung einnimmt.

SSV BUER - Dennis Höffken will in die Medien

hb
07. Februar 2005, 11:38 Uhr

Der Kader der SSV Buer strotzt nicht gerade vor schillernden Typen. Die Mannschaft, kickt bis auf wenige Ausnahmen, seit der Jugend zusammen, ist ein verschworener Haufen. Dazu gehört auch Dennis Höffken, der dennoch unter den „Rothosen“ eine Sonderstellung einnimmt.

Der Kader der SSV Buer strotzt nicht gerade vor schillernden Typen. Die Mannschaft, kickt bis auf wenige Ausnahmen, seit der Jugend zusammen, ist ein verschworener Haufen. Dazu gehört auch Dennis Höffken, der dennoch unter den „Rothosen“ eine Sonderstellung einnimmt.

Der 25-jährige Absolvent der Fach-Hochschule Gelsenkirchen ist gerade von seinem Auslands-Semester zurück gekehrt, das ihn im Rahmen eines akademischen Austausch-Programms in die englische Metropole Newcastle führte. „Eine wunderschöne Stadt und sehr fußball-verrückt“, schwärmt Höffken, der in Buer im achten Semester Kultur-, Medien- und Event-Management studiert und auf der britischen Insel seine Kenntnisse in BWL und Marketing vertiefte. „Ich möchte noch in diesem Jahr mein Diplom machen“, genießt die berufliche Ausbildung höhere Priorität als das sportliche Weiterkommen.

Und das, obwohl ihm Trainer Holger Siska auch auf dem Platz „einen unbändigen Ehrgeiz“ und „eine positive Entwicklung“ bescheinigt. „Dennis ist ein positiv Verrückter und in seiner Art unheimlich wichtig für die Truppe“, nickt der Bueraner Coach. „Ich kann nicht verlieren, das stimmt schon, aber wer tut das schon gerne?“, meint Höffken, der im Jahre 2003 den früheren Hülser Frank Gomille im SSV-Tor ablöste.

Es war in der E-Jugend des SC Schaffrath, als der kleine Dennis merkte, dass er seine Position verändern müsse. „Ich habe im Mittelfeld angefangen, aber schnell gemerkt, dass das nichts für mich ist“, erinnert sich Höffken. Weniger die fehlende Technik, sondern das viele Laufen auf dem Feld trieb ihn ins hinterste Glied. In der B-Jugend der Wechsel an die „Löchterheide“, die er im zweiten Seniorenjahr für vergeudete sechs Monate in Richtung Südfeldmark (Wattenscheid) verließ, ehe er geläutert nach Buer zurück kehrte.

Viel Zeit für die Fußballer-Karriere bleibt nun nicht. Denn der mit der Iranerin Bahare Forooghi liierte Athlet hat eben nicht, wie viele seiner Kollegen, nur das runde Leder im Kopf. Um sein Studium zu finanzieren, arbeitet Höffken nebenbei in der in Essen-Rüttenscheid ansässigen Event-Agentur „TAS“, wo er zuletzt an einer Produkt-Präsentation für den Düsseldorfer Bierbrauer Frankenheim mitwirkte. „Das ist aber nicht unbedingt das, was ich mir nach meinem Abschluss vorstelle. Ich interessiere mich mehr für den Bereich Medien, ein Job beim Fernsehen wäre nicht schlecht“, erzählt der Tormann, dessen Handy einen derzeit der Lenny Kravitz-Hit „Are you gonna go my way?“ begrüßt.

Eine wilde Nummer, ganz nach dem Geschmack des SSV- „Schnappers“, der in der Hinrunde nur fünf Partien für seinen Club absolvieren konnte, ehe es ihn nach England verschlug.

Autor: hb

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