Bei der STV Horst findet die diesjährige Winterpause nur auf dem Sportplatz statt. Hinter den Kulissen strickt Trainer Rüdiger Kürschners auch aus dem fernen Sauerland, wo er mit Frau Ellen und Hund in Willingen durch die Wälder streift, an einer konkurrenzfähigen Truppe für die Rückrunde.

STV HORST - Rotation wider Willen

hb
07. Januar 2005, 09:53 Uhr

Bei der STV Horst findet die diesjährige Winterpause nur auf dem Sportplatz statt. Hinter den Kulissen strickt Trainer Rüdiger Kürschners auch aus dem fernen Sauerland, wo er mit Frau Ellen und Hund in Willingen durch die Wälder streift, an einer konkurrenzfähigen Truppe für die Rückrunde.

Bei der STV Horst findet die diesjährige Winterpause nur auf dem Sportplatz statt. Hinter den Kulissen strickt Trainer Rüdiger Kürschners auch aus dem fernen Sauerland, wo er mit Frau Ellen und Hund in Willingen durch die Wälder streift, an einer konkurrenzfähigen Truppe für die Rückrunde.

Der bereits vollzogenen Verpflichtung von Yücel Alagöz und Marvin Scheer (Westfalia Herne A-Jugend) sollen möglichst bis zum Wochenende die Zugänge von Kenan Doric und André Kurtkowiak folgen (RS berichtete). „Ich habe noch vor dem Jahreswechsel lange mit beiden Spielern gesprochen und würde sie gerne haben“, bestätigt Kürschners das Interesse an den ehemaligen Hasselern.

Allerdings haben sowohl der Stürmer als auch der Abwehrrecke scheinbar mehrere Eisen im Feuer. Kurtkowiak, der das letzte halbe Jahr dem Sport abgeschworen und sich komplett seinem Studium gewidmet hatte, wird mit dem finanziell potenten und extrem aufstiegswilligen Gelsenkirchener Bezirksligisten Rot-Weiß Wacker Bismarck in Verbindung gebracht. Doric ist nach seiner gescheiterten Probezeit bei TuRu Düsseldorf weiterhin auf der Suche nach einem Verein, der ihm eine bessere sportliche Perspektive als die STV bieten kann. „Kenan war am Montag beim ersten Training dabei. Er hat noch keine Zusage gegeben, aber ich gehe davon aus, dass er bei uns bleibt“, rechnet Co- und Torwart-Trainer Christof Osigus, der bis zum morgigen Freitag und der Rückkehr des Chef-Coaches die Einheiten leitet, mit dem früheren Schermbecker.

Sollten die beiden Kicker ihre Zusage geben, „beenden wir unsere personellen Planungen“, will Kürschners möglichst schnell zum arbeitsintensiven Alltag übergehen.

Enttäuscht zeigt sich der 55-Jährige von Toni Kotziampassis. Der Grieche hatte bei der Horster 0:6-Klatsche in Herne das Wort von Kürschners gesucht, sich quasi selbst ins Gespräch gebracht. Eine Woche später musste dieser in RevierSport lesen, dass sich Kotziampassis der Reserve von Rot-Weiss Essen angeschlossen hat. „Wir kennen uns aus dem Amateur-Fußball seit vielen Jahren. Daher verstehe ich Toni nicht, so etwas gehört sich nicht. Wenn man ein anderes Angebot hat, dann kann er wenigstens kurz anrufen und Bescheid sagen“, runzelt Kürschners die Stirn.

Seit dem bitteren Jahresausklang am Schloss Strünkede muss „Mr. STV“ auch auf die Dienste von Daniel Haxhiu verzichten. Der Albaner konnte sich offenbar zuletzt mit seiner Rolle als „Bänker“ nicht abfinden, verweigerte offen den Dienst. „Es hatte keinen Zweck mehr. Wer sich so undiszipliniert verhält, den brauchen wir in Horst nicht“, winkt Kürschners ab.

Autor: hb

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren