Die Westfalia hat mit dem 6:0-Kantersieg über Kellerkind STV Horst ihre Meisterschafts-Ambitionen eindrucksvoll untermauert. Platz eins und elf Siege aus 15 Partien reden eine deutlich Titel-Klartext.

WESTFALIA HERNE- Zahlen reden Titel-Klartext

17. Dezember 2004, 10:22 Uhr

Die Westfalia hat mit dem 6:0-Kantersieg über Kellerkind STV Horst ihre Meisterschafts-Ambitionen eindrucksvoll untermauert. Platz eins und elf Siege aus 15 Partien reden eine deutlich Titel-Klartext.

Die Westfalia hat mit dem 6:0-Kantersieg über Kellerkind STV Horst ihre Meisterschafts-Ambitionen eindrucksvoll untermauert. Platz eins und elf Siege aus 15 Partien reden eine deutlich Titel-Klartext. Zusammen mit den Sportfreunden Oestrich hat Herne den treffsichersten Angriff (47 Tore). Zudem stellt die Westfalia die kompakteste Defensive der Liga, musste lediglich 13 Mal das Leder aus den eigenen Maschen holen.

Trotz der überaus positiven Zahlen ist die Stimmung am "Schloss Strünkede" etwas gedrückt. Denn am Sonntag steht das Nachhol-Match der Hagener in Lüdenscheid auf dem Plan. "Dann können wir noch einmal abrutschen, aber wir haben alles getan", lehnt sich SCW-Trainer Frank Schulz zurück. "Wir haben zum Schluss noch einmal ein richtiges Feuerwerk abgebrannt, das den Fans über die Pause hinaus in Erinnerung bleibt." Ganz egal ist dem Ex-Profi das SSV-Ergebnis aber doch nicht. "Natürlich hoffen wir auf einen Ausrutscher", gibt Schulz zu und wird gerne die blau-weißen Farben gegen Rot-Weiß eintauschen.

Während sich Schulz Gedanken um den Leibchen-Austausch macht, hat sich Stürmer Samy El Nounou die Torjäger-Krone aufgesetzt. Mit einem Dreierpack gegen die "Husaren" schraubte der ehemalige Hordeler seine Einschläge auf 17 hoch, hat Oestrichs Achilleas Courtoglou vorläufig hinter sich gelassen. "Bei uns gibt es zwischen den Spielern keinen Tor-Neid", ist Schulz von El Nounous Zusammenspiel mit seinem Attacke-Kollegen Michael Erzen begeistert.

Einmal Einzelkritik-Fahrt aufgenommen, verteilt der 43-Jährige verbale Streicheleinheiten an seine Youngster. "Eigentlich braucht man ein Jahr, um sich bei den Senioren zurecht zu finden. Aber Kamil Bednarski hat bereits jetzt den Sprung zum Stammspieler geschafft, Norman Seidel und Kevin Scherer sind auf einem sehr guten Weg dorthin."

Personelle Nachrüstungen stehen nicht auf Schulz' Wunschzettel: "Dafür haben wir kein Geld. Aber wir haben uns im Gegensatz zur letzten Saison spielerisch weiterentwickelt. Wenn uns das auch in der Rückserie gelingt, brauchen wir auch keine Neuen. Den Titel können wir auch so einfahren."

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