Unaufhaltsam marschiert Hagen von Sieg zu Sieg. Mittlerweile ist die Mannschaft von Spieler-Trainer Christian Hampel ein Drei-Punkte-Polster auf den

SSV HAGEN- Finanz-Gerüchte sind "Kinderkram"

03. Dezember 2004, 11:22 Uhr

Unaufhaltsam marschiert Hagen von Sieg zu Sieg. Mittlerweile ist die Mannschaft von Spieler-Trainer Christian Hampel ein Drei-Punkte-Polster auf den "Vize" Westfalia Herne. "Alles harte Arbeit", lehnt sich Hampel entspannt zurück.

Unaufhaltsam marschiert Hagen von Sieg zu Sieg. Mittlerweile ist die Mannschaft von Spieler-Trainer Christian Hampel ein Drei-Punkte-Polster auf den "Vize" Westfalia Herne. "Alles harte Arbeit", lehnt sich Hampel entspannt zurück.

Da können den Ex-Lüner auch die erneut aufkeimenden Finanz-Gerüchte nicht schocken. "Diese Erzählerei ist Kinderkram. Es sind Störfeuer von außen", gibt sich Hampel unbeeindruckt. Beispiel: Die Auto-Leasing-Verträge können nicht mehr bezahlt werden, deswegen mussten die Spieler angeblich ihre Fahrzeuge abgeben. Hampel lacht: "Im Sommer sind zwei Kontrakte ganz normal ausgelaufen. Mit den Betroffenen wurde sich geeinigt, fertig. Wir haben keine Engpässe. Bei uns ist alles bestens, sonst würde es auch sportlich nicht so gut laufen."

Als Indiz für den kontinuierlichen Aufschwung sieht Hampel das neue Zusammengehörigkeits-Gefühl. "Am Anfang hatten wir viele Einzelkämpfer. Aber wenn ich jetzt sehe, wie beispielsweise die komplette Bank bei einem Tor jubelt, ist es fantastisch. Wir haben uns gefunden." Dennoch bleibt Hampel auf dem Boden. "Wenn wir aus den letzten beiden Spielen vier Punkte holen, bin ich zufrieden. Hauptsache wir werden Herbstmeister, denn das ist für die zehnwöchige Pause ein enormer Vorteil", zeigt sich der Routinier als Psychologe und blickt auf das bevorstehende Highlight: "Wenn Oestrich gewinnt, sind sie wieder dick im Geschäft. Verlieren sie, sind sie für lange Zeit weg vom Fenster."

Dass SF-Trainer Oliver Ruhnert eine mögliche Schwäche in der Defensive ausgemacht hat (siehe nebenstehender Bericht), ist Hampel egal: "Ich bin mit meiner Abwehr zufrieden. Zu Beginn haben wir etliche Tore kassiert. Alleine drei Elfer waren dabei. Zieht man diese unnormalen Treffer ab, haben wir die beste Hintermannschaft der Liga." Hampel, der alle Mann an Bord hat, blickt auf den Kontrahenten. "Über Oestrich bin ich bestens informiert. Wir werden unser Ding durchziehen, lassen uns von nichts, gar nichts aus der Ruhe bringen." Das einziges Manko seiner Mannschaft kommentiert er mit einem Lächeln: "Mir fehlt nur ein Hampel, der zehn Jahre jünger ist. Dann wäre alles richtig in Ordnung." tr

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