SSV HAGEN: "Aufstieg nicht käuflich"

tr
17. Juli 2004, 13:53 Uhr

Mit seinem Namen werden in Hagen die Aufstiegs-Hoffnungen verbunden. Die Rede ist von Jörg Sauerland. Der ehemalige Dortmunder Borusse lehnte ein Oberliga-Angebot aus Wattenscheid ab und schloss sich dem SSV an.

Mit seinem Namen werden in Hagen die Aufstiegs-Hoffnungen verbunden. Die Rede ist von Jörg Sauerland. Der ehemalige Dortmunder Borusse lehnte ein Oberliga-Angebot aus Wattenscheid ab und schloss sich dem SSV an. "Ich habe mich für den Beruf entschieden", ist Sauerland froh, einen Job angeboten bekommen zu haben. Zudem liegt Hagen direkt vor seiner Haustür. "Ich wohne in Holzwickede, brauche nur auf die A 1 und bin da."

Sportlich strebt der Ex-Uerdinger den von allen erwarteten Durchmarsch an. "Es wäre schön, wenn es klappt", will sich der 27-Jährige aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Schließlich kennt er die Unwegsamkeiten des Geschäfts. "Man sich einen Erfolg nicht kaufen. Als ich mich mit den Verantwortlichen über die Ziele unterhalten habe, merkte ich, dass hier etwas bewegt wird." Anders wäre es auch nur schwer vorstellbar, einen Akteur wie Sauerland in die Verbandsliga zu locken, oder? "Natürlich. Es gibt nichts schöneres, als bei einem Aufbau dabei zu sein. Das ist hier möglich. Aber es gibt genügend Beispiele, wo der Verein alles unternommen hat, die Chemie innerhalb der Mannschaft aber nicht gestimmt hat." Damit das nicht passiert, "werde ich eine Führungsrolle in diesem Team übernehmen. Dafür bin ich schließlich auch geholt worden."

Das er jeden Sonntag im Mittelpunkt des Geschehens - vor allem bei seinen Gegenspielern - stehen wird, ist Sauerland bewusst. "Da mache ich aber kein Drama draus. Ich werde das tun, was man von mir erwartet." Die Routine ist verständlich, schließlich stand der Defensiv-Stratege 1998 mit Borussia Dortmund in Tokio im Weltpokal-Finale (2:0-Sieg gegen Belo Horizonte), in dem er einen zehnminütigen Einsatz feierte.

Vor dem Heim-Auftakt gegen Neheim hebt Sauerland den Zeigefinger. "Das sind die schwersten Spiele." Von einem Opfer kann keine Rede sein." Beim Blick auf den dritten Spieltag und das Match gegen Westfalia Herne freut sich Sauerland besonders. "Das wird ein heißes Ding. Entscheidend wird sein, welche Truppe sich als Mannschaft präsentieren kann."

Autor: tr

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren