Lang, lang ist’s her, seit die STV Horst einen Sieg feiern durfte. Es war ein 3:2-Erfolg am 13. Spieltag bei der TuS Hordel am 30. November 2003. Seitdem brachten es „Husaren“ auf lediglich zwei Punkte, darunter das 2:2 vor über fünf Monaten bei der SSV Buer.

HORST/BUER: Nachbarschafts-Hilfe ist tabu

hb
28. Mai 2004, 10:16 Uhr

Lang, lang ist’s her, seit die STV Horst einen Sieg feiern durfte. Es war ein 3:2-Erfolg am 13. Spieltag bei der TuS Hordel am 30. November 2003. Seitdem brachten es „Husaren“ auf lediglich zwei Punkte, darunter das 2:2 vor über fünf Monaten bei der SSV Buer.

Lang, lang ist’s her, seit die STV Horst einen Sieg feiern durfte. Es war ein 3:2-Erfolg am 13. Spieltag bei der TuS Hordel am 30. November 2003. Seitdem brachten es „Husaren“ auf lediglich zwei Punkte, darunter das 2:2 vor über fünf Monaten bei der SSV Buer. Damals stand man in der Tabelle einträchtig hintereinander, der Neuling mit 24 Punkten auf Platz fünf, die Horster mit einem Zähler weniger auf Rang sechs

Wenn am Freitag (19 Uhr, Fürstenberg-Stadion) das Rückspiel zwischen den beiden Gelsenkirchener Lokalrivalen ansteht, geht es für die STV nur noch ums Überleben. Eine Niederlage auf eigenem Platz, und das Kapitel Verbandsliga kann am Samstag schon bei einem Sieg des Konkurrenten TuS Iserlohn Geschichte sein. „Wir alle wissen, dass es die letzte Chance sein kann“, weiß Horsts Sportlicher Leiter Rüdiger Kürschners um die Brisanz der Situation. „Wenn man im Fußball solch einen Negativlauf erwischt, wie wir ihn gerade erleben, dann kann es ganz schnell abwärts gehen“, nickt auch Interims-Trainer Matthias Brandt, der als Nachfolger von Peter Anders den Sturzflug des Traditions-Vereins nicht verhindern konnte.

Hoffnungsschimmer: Murat Altinok hat nach langwierigen Knieproblemen das Training wieder aufgenommen und dürfte von Beginn an auflaufen. Dagegen werden Stefan Thiele (muskuläre Probleme) und wohl auch Andreas Morbach (Zerrung) passen müssen.

Nachbarschafts-Hilfe dürfen die Horster nicht erwarten. „In Gelsenkirchen hat es immer eine gesunde Rivalität zwischen den höherklassigen Amateur-Clubs gegeben“, weiß Kürschners. „Die Mannschaft ist heiß. Wir werden einen fairen Wettbewerb liefern“, kündigt Buers Trainer Nuni Kucukovic gleich an. „Ich kann mich noch gut an die Zeitungsberichte nach dem Hinspiel erinnern. Da war Horst die bessere Mannschaft, das will ich nicht bestreiten. Nur so Sprüche wie ’Wir sind die Nummer eins in Gelsenkirchen’ waren echt überflüssig“, bemerkt der Bosnier.

Kucukovic wundert sich viel mehr, wie die Nachbarn noch in solche Schwierigkeiten geraten konnten. „Die haben doch gute Leute. Leider haben wir es versäumt, gegen Iserlohn und Neheim zu punkten. Aber letztlich sind sie selbst für ihre Situation verantwortlich“, sieht der künftig für den Hamburger SV als „Scout“ tätige Coach die STV in der Pflicht.

HORST: Herner Filiale
Die Herner Filiale in Horst erhält frischen Zuwachs. Zur neuen Saison wechseln der 19-jährige Anh-Tuan Phan (defensives Mittelfeld) und der Abwehrspieler Marco Könige von der Westfalia zur STV. Im Probetraining befinden sich zudem zwei weitere Jugendspieler des Nachbarn, darunter der Angreifer Matthias Haberhof. In den vergangenen beiden Jahren waren Denis Golicki, Yakub Köse, Timo Stock, Jacek Niemyieski, Feyzi Keles, Yusuf Kocakaya und Tobias Kohlloeffel von Herne nach Horst gewandert. Keeper Christoph Heselmann vom A-Kreisligisten VfL Grafenwald (vom Ex-Horster Co-Trainer Marco Zdun gecoacht) soll die Lücke der beiden Abgänge Christof Osigus und Sven Mucha schließen. Zudem hat Manndecker Niemyieski seinen Vertrag um ein Jahr verlängert.

BUER: Rotation
Wie in den vergangenen Wochen wird Buers Trainer Nuni Kucukovic auch in Horst die Rotation pflegen. „Ich habe einen Kader von 20 bis 22 Spielern, dabei zuletzt einige junge Leute wie Daniel Kassen, Steven Engler, Chris Chlodeck und Tim Woberschal gebracht“, erzählt der Bosnier, der morgen Christian Schneider (Hochzeit) und den rot gesperrten Raphael Mancini ersetzen muss.

Autor: hb

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren