Es sollte die Wende werden, doch dann kam alles noch schlimmer. Mit der 0:3-Heim-Niederlagen gegen Langenbochum versank die STV Horst so richtig tief im Abstiegssumpf.

STV HORST: Abstiegsfinale in Marl

hb
14. Mai 2004, 10:14 Uhr

Es sollte die Wende werden, doch dann kam alles noch schlimmer. Mit der 0:3-Heim-Niederlagen gegen Langenbochum versank die STV Horst so richtig tief im Abstiegssumpf.

Es sollte die Wende werden, doch dann kam alles noch schlimmer. Mit der 0:3-Heim-Niederlagen gegen Langenbochum versank die STV Horst so richtig tief im Abstiegssumpf. Das Dramatische an der Situation bei den „Husaren“ ist, dass den Spielern der drohende Abgang in die Landesliga scheinbar egal ist, weil die Mannschaft nach dem Saisonende ohnehin auseinander bricht.

„Wir stecken ja schon seit Wochen im Tief, nur hat sich das punktemäßig bisher noch nicht so gezeigt. Jetzt mache ich mir größte Sorgen. Es wäre total bitter, in meinem ersten Jahr als Chef-Trainer abzusteigen“, fürchtet Coach Matthias Brandt, dass er die Talfahrt der Gelsenkirchener nicht mehr stoppen kann. „Eigentlich muss ich als Verantwortlicher vorne weg gehen und darf keine schlechte Stimmung verbreiten. Ich habe mich auch noch nie vor irgendwelchen Entscheidungen gedrückt. Aber mit so einer Einstellung wie gegen Herten verlieren wir auch in Marl“, unkt der vormalige Anders-Assistent.

Obwohl sich die SpVg in Hordel abschlachten ließ und sich scheinbar ebenfalls nicht als Klassenkämpfer präsentierte, für die derzeit desolaten Horster könnte es reichen. „Dass die 0:6 verloren haben, heißt gar nichts. Wir sind nach dem 1:8 in Sundern gegen Herne auch ganz anders aufgetreten und hätten nicht verlieren müssen“, wägt Brandt ab.

Den kommenden Gegner beobachtete der künftige Coach des Nachbarn Horst 08 vor zehn Tagen beim 2:2 in Buer. „Die geben sich nicht auf“, weiß Brandt und kalkuliert: „Das ist für uns die alles entscheidende Partie. Wenn wir gewinnen, haben wir 30 Punkte. Damit bist du noch nicht durch, aber ein Sieg aus so einem Endspiel würde genug Selbstvertrauen geben, um den Rest der Serie auch noch zu überstehen.“

Mit Daniel Haxium hat die STV Horst im Kampf um den Klassenerhalt einen jungen Hoffnungsträger an Land gezogen. Der 18-jährige Albaner kickte bis zum Sommer in der A-Jugend der SSV Buer und hielt sich danach beim Bezirksligisten Westfalia Buer fit. Haxium ist im linken, offensiven Mittelfeld sowie im Sturm einsetzbar und schon am Sonntag in Marl spielberechtigt. „Er hat mich in den vergangenen Wochen immer wieder angerufen und mich gefragt, ob er zum Probe-Training vorbei kommen dürfe. Jetzt habe ich zugestimmt und sofort gemerkt, dass er etwas drauf hat“, schwärmt der Sportliche Leiter Rüdiger Kürschners vom Last-Minute-Neuzugang.

Ramazan Güler bleibt das Pech treu. Der Stürmer der STV Horst muss sich einer erneuten Operation an beiden Leisten unterziehen und fällt für Monate aus. Ebenfalls nicht zur Verfügung steht Murat Altinok, den eine Entzündung im Knie plagt. Dagegen hat Andreas Morbach seine Beschwerden im Knöchel überstanden und dürfte am Sonntag beim Spiel in Marl auf der Bank sitzen.

Autor: hb

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren