Viel besser kann ein Comeback gar nicht laufen. In seiner ersten Partie nach seiner Verletzungs erzielte Hernes Stürmer Toni Kotziampassis zwei Tore. Rückblickend lobt er den Verein für Geduld und seine Familie für die Unterstützung während seiner langen Spielpause.

HERNE: Postbote soll Tore liefern

hg
23. Januar 2004, 11:37 Uhr

Viel besser kann ein Comeback gar nicht laufen. In seiner ersten Partie nach seiner Verletzungs erzielte Hernes Stürmer Toni Kotziampassis zwei Tore. Rückblickend lobt er den Verein für Geduld und seine Familie für die Unterstützung während seiner langen Spielpause.

Viel besser kann ein Comeback gar nicht laufen. In seiner ersten Partie nach seiner viermonatigen Verletzungspause erzielte Hernes Stürmer Toni Kotziampassis beim 5:1-Testspiel-Sieg über Dorsten zwei Tore.

Rückblick: Am fünften Spieltag zog sich der Grieche im Match gegen Lüdenscheid einen Wadenbeinbruch zu. Dann folgte die Fehldiagnose der Ärzte. "Zunächst dachten alle, es wäre nur eine Prellung", erinnert sich Kotziampassis ungerne: "Ich bin weiterhin gejogt, dadurch haben sich die Wadenbein-Muskeln entzündet. Glücklicherweise musste ich nicht operiert werden." Der 30-Jährige besuchte das Mannschafts-Training, die Spiele und lobt rückblickend den Vorstand und seinen Trainer Frank Schulz: "Keiner hat mir Druck gemacht und mich zu einem vorschnellen Rückkehr gedrängt. Das war wirklich toll und jetzt bin ich wieder fit."

Unterstützung bekommt der Schalke-Fan nicht nur von Vereinsseite, sondern auch von seiner Familie. Er unternimmt viel mit seiner 30-jährigen Ehefrau Daniela und den beiden Töchtern Celina (4) und Stella (2). "Stella ist blond wie meine Frau. Celina kommt eher nach mir. Schwarze Haare und auch charakterlich ähnlich", erzählt der Vater stolz. Und wie ist er charakterlich? "Ich bin typisch südländisch. Ich bin locker drauf und habe selten schlechte Laune. Außerdem bin ich nicht unbedingt ein Ordnungsfanatiker. Meine Frau ist eigentlich das komplette Gegenteil, wir ergänzen uns also prima."

Zeit genug für die Familie hat Hernes Nummer elf auch noch nach seinem Comeback: "Ich arbeite bei der Post als Briefträger. Ich muss zwar um sechs Uhr morgens anfangen, aber dafür bin ich auch schon früh wieder zu Hause", beschreibt Kotziampassis die Vorteile seines Berufes.

SVW-Coach Schulz freut sich über die Rückkehr seines Goalgetters: "Toni ist unser gefährlichster Stürmer. Wir haben ihn sehr vermisst." Kotziampassis soll helfen den Wiederaufstieg zu verwirklichen. "Wir haben nur sechs Punkte Rückstand, da ist noch alles möglich. Wir werden alles versuchen, damit es bis zum Ende spannend bleibt", ist der leidenschaftliche Ski-Fahrer optimistisch.

Wenn er so weiter macht wie vor seine Verletzung, dürften die Chancen gut stehen: In fünf Partien traf der 1,87 Meter große Angreifer fünf Mal. Für Schulz ist dies genau die Stärke des Hobby-Basketballers. "Er ist ein typischer Strafraum-Knipser. Konditionell nicht unbedingt der Beste, aber mit einem unglaublichen Torinstinkt.". Und Kotziampassis ergänzt: "Ich mache immer meine Tore."

Autor: hg

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