Zum Zuschauen verdammt! Das ist derzeit Torwart Jörg Nowaczyk vom TuS Hordel. Die eigentliche Nummer eins kuriert derzeit eine Verletzung an der rechten Schulter aus und hat noch kein Saisonspiel absolviert.

HORDEL: Der "Bulle" aus Hordel

hg
12. Dezember 2003, 12:04 Uhr

Zum Zuschauen verdammt! Das ist derzeit Torwart Jörg Nowaczyk vom TuS Hordel. Die eigentliche Nummer eins kuriert derzeit eine Verletzung an der rechten Schulter aus und hat noch kein Saisonspiel absolviert.

Zum Zuschauen verdammt! Das ist derzeit Torwart Jörg Nowaczyk vom TuS Hordel. Die eigentliche Nummer eins kuriert derzeit eine Verletzung an der rechten Schulter aus und hat noch kein Saisonspiel absolviert. "Der Heilungsprozess läuft gar nicht gut. Der Nervenstrang ist noch angeschlagen, so dass ich weder Unterarm noch Handgelenk richtig bewegen kann", ist der 34-Jährige traurig.

Obwohl er derzeit nicht mitwirken kann, ist der gebürtige Herner bei den Begegnungen immer dabei: "Ich bespreche viel mit meinen Mitspielern. Vielleicht kann ich so ein wenig helfen." Und er gibt zu: "Man leidet als Zuschauer manchmal sogar noch mehr."

Sein Coach Sergio Allievi freut sich aber auch über einen Nowaczyk im Publikum: "Er ist eine echte Persönlichkeit. Jörg genießt einen hohen Stellenwert in der Mannschaft. Das merkt man auch jetzt, obwohl er verletzt ist." Dennoch will er seinen Torhüter, der bisher von schweren Verletzungen verschont blieb, schnellstmöglich wieder zwischen den Pfosten sehen. "Die Ärzte wollen aber keine Prognose wagen", erklärt Hobby-Badmintonspieler Nowaczyk. Der Motivation des Quentin Tarantino-Fans tut dies allerdings keinen Abbruch: Der Keeper macht täglich drei Stunden Reha-Training.

Beruflich läuft es besser für den Ehemann (seit 2000 mit der 31-jährigen Dorothee verheiratet): Der Kriminalbeamte wechselte im Mai den Posten. Nun bildet er seine Kollegen in rechtlichen und sicherheitstechnischen Bereichen aus. Einsätze an der frischen Luft sind seltener geworden. Zuletzt musste er beim SPD-Parteitag als Kommunikationsbeamter "verbal die Wogen glätten." Auch wenn er sich selber als "Straßenkind" bezeichnet, macht Nowaczyk die neue Aufgabe sehr viel Spaß.

In seiner Freizeit hört er gerne Musik (U2, Red Hot Chilli Peppers) oder zupft selber an der Gitarre. Den meisten Teil seiner Freizeit nimmt aber Sohn Jeremy in Anspruch. Ob der Zweijährige auch Fußballer wird? "Ich würde mich freuen", hofft sein Vater.

Nowaczyks Idol auf der Torwart-Position ist übrigens Uli Stein, der mit 49 Jahren derzeit sein Comeback beim VfB Fichte Bielefeld feiert. Davon ist auch Hordels Rückhalt begeistert: "Ich finde das eine sehr schöne Sache. Und sehr mutig, dass er sich das noch zutraut. Stein soll ja immer noch phänomenal halten." Nowaczyk hoffentlich auch bald wieder.

Autor: hg

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren