Ayhan Karaca ist nicht nur Kapitän bei der SSV Buer, sondern auch der älteste Spieler der Mannschaft.

SSV BUER: Karaca sieht kein Disziplin-Problem

hg
22. November 2003, 13:41 Uhr

Ayhan Karaca ist nicht nur Kapitän bei der SSV Buer, sondern auch der älteste Spieler der Mannschaft. "Daher ist es auch meine Aufgabe, mit den vielen jungen Leuten bei uns zu sprechen", beschreibt der 30-Jährige seine Position im Team. Nach den Ausschreitungen beim Match gegen Erkenschwick hatte er zuletzt einiges zu tun.

Ayhan Karaca ist nicht nur Kapitän bei der SSV Buer, sondern auch der älteste Spieler der Mannschaft. "Daher ist es auch meine Aufgabe, mit den vielen jungen Leuten bei uns zu sprechen", beschreibt der 30-Jährige seine Position im Team. Nach den Ausschreitungen beim Match gegen Erkenschwick hatte er zuletzt einiges zu tun.

Schon vor der Begegnung beschäftigte man sich mit möglichen Tumulten: "Wir haben damit gerechnet, weil Erkenschwicker Fans ja schon gegen Lüdenscheid Krawall machten. Deshalb haben wir uns darauf eingestellt und uns vorgenommen, ruhig zu bleiben und nicht an möglichen Eskalationen zu beteiligen", berichtet Karaca.

Offenbar hatten nicht alle gut zugehört, denn Kadir Mutluer und Selim Yücel waren aktiv beteiligt. "Ich habe mir einige der Auswechselspieler nachher auch zur Brust genommen. Ich war neugierig und wollte wissen, wie es zu dem ganzen Durcheinander kam", berichtet Karaca. Ergebnis: "Sie haben sich nur gewehrt. Auch wenn man sich vielleicht nicht so provozieren lassen darf."

Doch die junge Mannschaft kann aus diesen Ereignissen nur lernen. Der Ansicht ist auch Karaca: "Wir haben viele emotionale Spieler. Doch wir müssen in solchen Situationen cooler bleiben. Ich denke, dass so etwas nicht mehr vorkommen wird." Der Spielführer selbst hat sich nicht an der Prügelei beteiligt: "Ich habe versucht zu beruhigen. Als ich in RevierSport gelesen habe, dass Erkenschwicks Coach Michael Pannenbecker das auch so sieht, hat mich das gefreut."

In der Bueraner Kabine wurde schon nach zwei Tagen nicht mehr darüber gesprochen. "Das Thema war schnell vergessen. Aber ich finde, dass es in der Öffentlichkeit viel zu sehr behandelt wurde. Ein Disziplin-Problem haben wir jedenfalls nicht, wie vermutet wird", wehrt sich der Spielführer.

Vereinsinterne Konsequenzen wird es nicht geben und auch vom Verband erwartet er keine Folgen: "Auch wenn ich denke, dass die Schiedsrichter mal ins Auge gefasst werden sollten." Wer auch immer Schuld war an den Ausschreitungen: Hoffen wir, dass es nicht wieder vorkommt.

Autor: hg

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren