Rüdiger Kürschners‘ Hilferufe zur Rettung der STV Horst treiben inzwischen seltsame Blüten. Nach seinem und von Präsident Hans Dietrich vor gut einem Monat zum Jahresende angekündigten Rücktritt hat der langjährige Horster Trainer und jetzige Sportliche Leiter eine Fusion mit dem SC Hassel ins Gespräch gebracht.

HASSEL: Fusion mit Horst völlig abwegig

hb
18. November 2003, 11:19 Uhr

Rüdiger Kürschners‘ Hilferufe zur Rettung der STV Horst treiben inzwischen seltsame Blüten. Nach seinem und von Präsident Hans Dietrich vor gut einem Monat zum Jahresende angekündigten Rücktritt hat der langjährige Horster Trainer und jetzige Sportliche Leiter eine Fusion mit dem SC Hassel ins Gespräch gebracht.

Rüdiger Kürschners‘ Hilferufe zur Rettung der STV Horst treiben inzwischen seltsame Blüten. Nach seinem und von Präsident Hans Dietrich vor gut einem Monat zum Jahresende angekündigten Rücktritt hat der langjährige Horster Trainer und jetzige Sportliche Leiter eine Fusion mit dem SC Hassel ins Gespräch gebracht.

„Ich habe großen Respekt vor der Arbeit von Hans Dietrich. Ohne emotionale Bindung hat er der Verein in einer schwierigen Zeit übernommen und auf den richtigen Weg gebracht“, singt Hassels Geschäftsführer Heinz Stork zunächst einmal ein Loblied auf den bald scheidenden STV-Vorsitzenden. „Eine Fusion zwischen dem SC Hassel und der STV Horst kommt aber für uns überhaupt nicht in Frage“, winkt der langjährige SCH-Funktionär dankend ab.

Der Wunsch des finanziell angeschlagenen Verbandsligisten nach einer Kooperation mit dem für seine grundsolide Arbeit bekannten Oberligisten aus dem Stadt-Norden ist verständlich. Beim Traditions-Klub von der Fischerstraße drohen die Lichter auszugehen, falls die Verantwortlichen nicht innerhalb der nächsten Monate ein Konzept zur Rettung finden. So wurde bereits über eine Verschmelzung mit dem benachbarten Kreisligisten Horst 08 nachgedacht. Nun der angeblich große Coup, den Kürschners im stillen Kämmerlein ausgeheckt hat. „Sowohl unser Vorsitzender Uwe Martin als auch ich haben darüber nur aus der lokalen Presse erfahren. Mit uns hat Rüdiger Kürschners bis heute nicht über seine Pläne gesprochen“, runzelt Stork die Stirn. „Wenn jemand ein neues Aufgabenfeld sucht, dann braucht er ja nicht gleich den ganzen Verein mitbringen!“

Das wird nicht passieren, denn Kürschners fühlt sich falsch interpretiert und hegt darüber hinaus keinen Gedanken, zukünftig ein Amt am „Lüttinghof“ zu übernehmen. „Ich bin nicht so vermessen, mich da in irgendeinen Posten hinein drängen zu wollen“, erklärt der bald 55-Jährige. Die Liebäugelei gebar vielmehr der Zufall. „Ich habe vor einiger Zeit beim Spaziergang den Hasseler Fußball-Abteilungsleiter Horst Bitter getroffen. Dabei habe ich eher im Flachs gesagt: Lass‘ uns zusammen gehen und einen Groß-Verein bilden“, erzählt Kürschners. Denn: „In den letzten Wochen war viel Unruhe im Verein. Deshalb wollte ich unseren Sponsoren und Fans erklären, dass an diesen Fusions-Gedanken mit Horst 08 nichts dran ist. Es wurde ja auch gemunkelt, dass Anadoluspor unsere Anlage übernimmt. Da wurde unsere Jugend-Abteilung etwas nervös.“

Cool bleibt man dagegen in Hassel. „Allein von der geographischen Lage macht das nicht viel Sinn“, verweist Thomas Kortmann auf die gut zehn Kilometer Entfernung zwischen den beiden Stadtteilen.

Autor: hb

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