Was haben die STV Horst und der FC Schalke gemeinsam? Erklärungsansätze, die in der vergangenen Woche nicht griffen.

STV HORST: Schalker Symptome

hb
03. November 2003, 09:05 Uhr

Was haben die STV Horst und der FC Schalke gemeinsam? Erklärungsansätze, die in der vergangenen Woche nicht griffen.

Was haben die STV Horst und der FC Schalke gemeinsam? Erklärungsansätze, die in der vergangenen Woche nicht griffen.

Wie beim großen Nachbarn, der nach dem 3:7 in Freiburg versuchte, das Positive aus der Pokal-Klatsche zu filtern, machten auch die "Husaren" in Optimismus. "Es ist schon richtig, dass man im Sport nur an den Ergebnissen gemessen wird", hob Trainer Peter Anders nach den jüngsten drei Niederlagen mit 2:13 Toren an, aber: "Selbst beim 0:5 in Herne haben wir gut gespielt, ehe wir uns zwei Standards gefangen haben und so auf die Verliererstraße gerieten."

Der Verlierer hat keine Argumente, sagt Anders' prominenter Kollege Jupp Heynckes, womit auch der STV-Coach leben muss. "Letztlich ist es so, deshalb mussten wir gegen Lüdenscheid unbedingt die Kurve kriegen", betonte Anders vor der gestrigen Partie im Fürstenberg-Stadion, wo sich die "Husaren" mit einem 3:3 zumindest im Ansatz rehabilitierten.

Im Gelsenkirchener Westen nach den Ursachen für den plötzlichen Erdrutsch zu fahnden, hieße, bei den von Präsident Hans Dietrich und Manager Rüdiger Kürschners angekündigten Rücktritten anzufangen. "Das ist in den Köpfen der Spieler. Wenn man auf dem Fußball-Platz steht, muss das aber vergessen sein", ließ Anders die vor vier Wochen auf Vorstandsebene geplatzte Bombe nicht als Alibi für den sportlichen Niedergang gelten.

Der Ex-Erkenschwicker sah vielmehr rein körperliche Gründe, warum es in Horst nach starkem Saisonstart nun nicht mehr lief. "Einige Spieler waren außer Form. Dazu kommen Verletzte und andere, die bedingt durch Trainings-Rückstand körperlich eine Schwächephase durchleben", weiß Anders. Ein Beispiel ist Andreas Morbach. Der Schlosser hat vor Wochen seine Arbeitsstelle wechseln müssen, hat nun Wechselschicht und kann kaum trainieren. "Andreas ist fast der einzige bei uns, der Tore machen kann. Jetzt kann er läuferisch nicht mithalten, das reicht dann nicht mehr", erklärte Anders.

Autor: hb

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren