Die SG Herten-Langenbochum hat in dieser Saison als Aufsteiger in der Verbandsliga nicht nur sportlich überzeugt, sondern auch im Bereich Zuschauer-Interesse.

SG HERTEN-LANGENBOCHUM: Konter auf üble Nachrede

tt
11. Juni 2003, 13:13 Uhr

Die SG Herten-Langenbochum hat in dieser Saison als Aufsteiger in der Verbandsliga nicht nur sportlich überzeugt, sondern auch im Bereich Zuschauer-Interesse.

Die SG Herten-Langenbochum hat in dieser Saison als Aufsteiger in der Verbandsliga nicht nur sportlich überzeugt, sondern auch im Bereich Zuschauer-Interesse. 500 Fans waren an der Villa Brinkmann fast schon Standard-Kulisse, auswärts wurden die Blau-Weißen von meist 100 Schlachtenbummlern begleitet.
Finanzielle Drahtseilakte sind bei den Vestischen tabu, umso verwunderter reagierten die Verantwortlichen auf Meldungen, wonach man die Lizenz für das Jahr 2003/2004 nur mit Bedenken erhalten habe. Die SG Herten-Langenbochum ein Krisen-Club? Siegfried Bendig, rühriger Manager des Vereins, schüttelt den Kopf. "Wir haben bei den Banken, Lieferanten und Spielern nicht eine müde Mark Schulden. Gegen solche Unwahrheiten, die sowohl in der heimischen Presse als auch in einer überregionalen Zeitung verbreitet wurden, gehen wir auf jeden Fall an. Das können und werden wir uns nicht gefallen lassen."

Während Bendig noch bis Dienstag auf Mallorca etwas vom Saison- und Berufs-Stress abschaltet, arbeiten die Hertener Gremien schon an einer Taktik, wie die Negativ-Berichterstattung korrigiert werden kann. "Wer behauptet, dass wir Finanzprobleme haben, soll den Beweis dafür vorlegen. Bevor solche Veröffentlichungen gemacht werden, gehört es normalerweise zur Sorgfaltspflicht, beim entsprechenden Verein nachzufragen. Das ist nicht geschehen." Bendig erzürnt: "So etwas geht schon in den Bereich der üblen Nachrede, bei Verhandlungen haben uns mehrere Spieler gefragt, was denn hier los sei." Der Essener Firmen-Inhaber streicht heraus: "Ich war und bin stolz darauf, dass bei uns weitsichtig gearbeitet wird. Wenn wir irgendwelche Probleme hätten, würde ich bestimmt dazu stehen."

Nach seiner Rückkehr von den Balearen wird Bendig nicht nur das Thema negative Presse, sondern auch die Akte Carsten Hinz abarbeiten. "Ich treffe mich nächste Woche mit SC Hassel-Funktionär Heinz Stork. Carsten Hinz hat am Lüttinghof noch einen Vertrag bis 2004, will aber unbedingt zu uns. Ich denke schon, dass wir da eine Lösung finden und zu einer Einigung kommen."

Autor: tt

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