Es war kein leichtes Jahr für Ivan Perisic, der im vergangenen Sommer der Königstransfer der Dortmunder Borussia war. Zumeist blieb für ihn nur ein Bank-Platz.

Perisics besonderes Tor

"Gekommen, um Titel zu holen"

23. April 2012, 08:47 Uhr

Es war kein leichtes Jahr für Ivan Perisic, der im vergangenen Sommer der Königstransfer der Dortmunder Borussia war. Zumeist blieb für ihn nur ein Bank-Platz.

Im vergangenen Sommer war er noch der strahlende Held beim FC Brügge, Torschützenkönig der belgischen Liga und Spieler des Jahres, doch in der Bundesliga, das sollte er schon bald merken, weht ein anderer Wind. Zwar stehen inzwischen 26 Einsätze für ihn zu Buche, er erzielte gegen Mönchengladbach bereits sein sechstes Saisontor, doch stand er am Samstag erst zum siebten Mal in der Startformation der Borussia.

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Nachdem der Kroate vor einigen Wochen seinem Ärger Luft gemacht hatte, sogar andeutete, an einen Wechsel zu denken, will er davon inzwischen nichts mehr wissen. „Ich war enttäuscht“, sagte er am Abend nach dem großen Triumph. „Dann sage ich manchmal solche Sachen. Aber in Wirklichkeit will und wollte ich nie weg.“

Zumal sich der 23-Jährige inzwischen eingelebt hat. Erst unlängst stand für ihn ein Ausflug mit seinen Nachbarn Ilkay Gündogan und Shinji Kagawa nach Düsseldorf auf dem Tagesprogramm - und dem Hause Perisic steht Nachwuchs bevor. Das verriet er am Rande des Meisterfeierlichkeiten im Überschwang der Gefühle. „Dieses wichtige Tor“, sagte er also, „widme ich meiner schwangeren Freundin Jolanda.“

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Möglicherweise wird auch das dazu beitragen, dass die Borussia künftig noch mehr Freude an Perisic haben wird, für den der Klub im Sommer immerhin 5,5 Millionen Euro überwiesen hatte. Warum, das zeigte er in seinem ersten Jahr mehrfach, wenn auch nicht konstant genug: Er hat einen unglaublichen Torriecher, ist schnell, sprunggewaltig, hat einen ebenso präzisen wie harten Schuss - und trotz defensiver Schwächen ein ziemliches Selbstvertrauen. „Nächstes Jahr“, kündigt er an, „will ich noch viel öfter spielen.

Zuvor freilich stehen noch zwei Highlights an. Die EM im Sommer, bei der er mit den Kroaten mindestens ins Viertelfinale einziehen will und zuvor das Pokalfinale in Berlin, wo sich dem BVB die Gelegenheit bietet, das Double zu gewinnen. Für Perisic wäre es der zweite Titel in der ersten Saison für den BVB. Eine sensationelle Ausbeute für den Kroaten, der trotzdem gelassen bleibt. „Um Titel zu gewinnen, bin ich schließlich nach Dortmund gekommen.“

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