Ein Blick auf die Tabelle lässt die Schermbecker Herzen derzeit höher schlagen. Doch eines pocht derzeit ganz besonders.

SCHERMBECK: "Nichtraucher" Dirr geht es wieder gut

tr
03. November 2006, 13:54 Uhr

Ein Blick auf die Tabelle lässt die Schermbecker Herzen derzeit höher schlagen. Doch eines pocht derzeit ganz besonders.

Ein Blick auf die Tabelle lässt die Schermbecker Herzen derzeit höher schlagen. Doch eines pocht derzeit ganz besonders. Das von Keeper Oliver Dirr. Der Torwart ist nach seinem erlittenen Herzinfarkt am Dienstag für drei Wochen in die Kur nach Ennepetal gefahren. "Das ist gar nicht soweit von meinem Ex-Club Gevelsberg weg", lacht Dirr. "Nein, im Ernst, mir geht es körperlich schon wieder ganz gut."

Eine Nachricht, die nicht nur beim SVS für Zufriedenheit sorgt, denn Dirr hat im Laufe seiner Karriere im ganzen Revier Freunde gefunden. "Die Kur brauche ich nur, um fit zu werden und die ganze Geschichte psychologisch zu bewältigen." Wer Dirr kennt, weiß, dass den 37-Jährigen so schnell nichts aus der Ruhe bringt. Doch die ganze Geschichte zehrt ordentlich an den Nerven des Familienvaters. "Ich habe es noch nicht ganz verdaut, erst den starken Max gemacht. Aber als ich dann eine Woche zu Hause war, habe ich mir Gedanken gemacht und das nimmt einen schon ordentlich mit. Denn das was mir passiert ist, ist nicht alltäglich."

Deshalb mahnen ihn die Ärzte auch zur Vorsicht. "Jetzt werde ich erst einmal durchgecheckt, will danach aber unbedingt laufen gehen", brennt Dirr jetzt schon auf sein Comeback. "Ich habe aufgehört zu rauchen, habe auch kein Verlangen mehr nach Zigaretten. Ich stelle meine Ernährung um und werde in Topverfassung zurück kommen. Es hat einfach Klick gemacht." Der "Linientiger" schmunzelt: "Die Doktoren haben schon erkannt, dass Geduld für mich ein Fremdwort ist. Deshalb mache ich auch Entspannungsübungen."

Der Höhenflug seines SVS trägt derweil zur Genesung bei. "Obwohl wir kaum Leute auf der Bank hatten, haben wir klasse gepunktet. Sicherlich werden zwei Teams mit dran bleiben, aber wir werden weiter den Takt angeben", ist sich Dirr sicher und verrät seinen Zukunftsplan. "Ich setze mich in den letzten beiden Partien wieder auf die Bank. In der Halle werde ich dann nicht spielen, in der Rückrunde werden die Karten allerdings neu gemischt." Doch Dirr will seine Gesundheit nicht aufs Spiel setzen und fügt an: "Mit zwei überragenden Torhütern steigt man auf. Entweder werde ich meinen Bruder und Vertreter Stefan Schröder so kitzeln, dass er noch besser wird, oder der alte Mann steht wieder im Kasten."

Autor: tr

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