Möglichst noch bis zum Ende dieser Woche will Westfalia Rhynern den Nachfolger des zum Saisonende scheidenden Coaches Manfred Balcerzak vorstellen.

W. RHYNERN: "Trainer-Findungs-Kommission" fündig

01. Juni 2006, 11:36 Uhr

Möglichst noch bis zum Ende dieser Woche will Westfalia Rhynern den Nachfolger des zum Saisonende scheidenden Coaches Manfred Balcerzak vorstellen.

Möglichst noch bis zum Ende dieser Woche will Westfalia Rhynern den Nachfolger des zum Saisonende scheidenden Coaches Manfred Balcerzak vorstellen. Der 56-Jährige hatte vor dem jüngsten 1:2 in Paderborn überraschend seinen Rücktritt erklärt. Balcerzak hatte erst im Januar diesen Jahres sein Engagement in der Hammer Vorstand begonnen und am "Papenloh" einen Vertrag bis 2007 unterschrieben.

"Mir fehlte der Glaube, dass ein punktuell verstärkter Kader um die Meisterschaft mitspielen kann. Und ich kann nicht nach außen etwas vertreten, hinter dem ich nicht stehe", teilte der Gesamtschul-Lehrer über die Gründe seines Entschlusses mit. In Rhynern habe er "eine unheimlich nette Mannschaft mit sehr vielen netten Leuten" vorgefunden" und in seiner Amtszeit "im Training nie ein Problem erlebt", doch den absoluten Willen, alle Spiele gewinnen zu wollen, haben er bei seinen Schützlingen vermisst.

Während Balcerzak am Pfingstmontag nach dem Revier-Derby gegen Germania Gladbeck seinen Abschied gibt und in der nächsten Saison keinen Club betreuen möchte, soll der neue Mann dann schon Gewehr bei Fuß stehen. "Wir sind in den Gesprächen mit einem Kandidaten sehr weit, allerdings ist noch nichts unterschrieben", teilt Klaus Niehörster, bei der Westfalia fürs Marketing zuständig, mit. "Wir hoffen auf eine schnelle Einigung", möchte auch der Vorsitzende Wilhelm Lütkhoff, dass die Trainer-Findungs-Kommission rasch ihre Arbeit einstellen kann.

Die Entscheidung Balcerzaks, die Brocken relativ unvermittelt hin zu schmeißen, kam beim SVW-Präsidenten ohnehin nicht gut an. "Ich denke, dass er da ein wenig überreagiert hat. Wir sind immerhin Fünfter in der Tabelle und haben nur zwei Punkte Abstand zum Zweiten. Da der Mannschaft das Potenzial abzusprechen, ist gewiss nicht richtig", überlegt Lütkhoff, dass man "nicht die ganze Truppe weg schicken" könne. Der künftige Coach soll daher nach seiner Meinung vor allem "die Fähigkeiten, die im Team stecken, wecken".

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