Die Hammer Spielvereinigung ist nach sieben Jahren Abstinenz zurück in der Oberliga. 2.750 Zuschauer im Mahlberg-Stadion – so viele kamen zuletzt 1995 im Derby gegen LR Ahlen! - deuteten darauf hin, dass beim früheren Zweitligisten wieder so etwas wie Fußball-Euphorie ausgebrochen ist.

HAMMER SPVG. - Auch in der Oberliga hohe Ziele

hb
19. Mai 2006, 10:38 Uhr

Die Hammer Spielvereinigung ist nach sieben Jahren Abstinenz zurück in der Oberliga. 2.750 Zuschauer im Mahlberg-Stadion – so viele kamen zuletzt 1995 im Derby gegen LR Ahlen! - deuteten darauf hin, dass beim früheren Zweitligisten wieder so etwas wie Fußball-Euphorie ausgebrochen ist.

Bis in die frühen Morgenstunden wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag der Aufstieg gefeiert. Die Hammer Spielvereinigung ist nach sieben Jahren Abstinenz zurück in der Oberliga. 2.750 Zuschauer im Mahlberg-Stadion – so viele kamen zuletzt 1995 im Derby gegen LR Ahlen! - deuteten darauf hin, dass beim früheren Zweitligisten wieder so etwas wie Fußball-Euphorie ausgebrochen ist. "Ich trinke sonst keinen Alkohol, deshalb war der Abend für mich ganz schön anstrengend", gibt Trainer Wolfgang Sandhowe zu.

Obwohl der Titel bereits vor dem Anstoß im Revier-Derby gegen den Lüner SV feststand, da Verfolger Davensberg mit 1:2 gegen Vreden patzte, zeigten sich Sven Hienze und Co. wie eh und je in Torlaune. "Ich habe der Mannschaft gesagt, dass so eine Aufstiegs-Party nur bei einem Sieg richtig schön ist. Das hat sie beherzigt", lacht der Fußball-Lehrer.

Nachdem das eine große Ziel erreicht ist, wandelt der Erfolgs-Coach nun auf den Spuren des FC Bayern. "Jetzt wollen wir auch das Double", peilt "Sandy" am kommenden Donnerstag auch den Sieg im DFB-Pokal auf Kreisebene an. Gegner ist der Bezirksligist VfB Weddinghofen, bei dem Sandhowe auf seinen ehemaligen HSV-Team-Kollegen Volker Rieske trifft.

Doch auch in den verbleibenden drei Meisterschafts-Partien duldet der 52-Jährige keinen Schlendrian. "Ich möchte, dass die Leute noch in zehn Jahren sagen: Der hat damals kein einziges Spiel verloren!" Keine Frage, dass der Vertrag mit Sandhowe in den nächsten Tagen verlängert wird. "Wir sehen zu, dass wir ihn uns weiterhin leisten können", nickt HSV-Manager Joachim Krug die Aussage Sandhowes gegenüber RevierSport ab, er wäre "gut und teuer". Schließlich sei der souveräne Alleingang "kein Selbstläufer" gewesen. Krug: "Wolfgang Sandhowe hat die Mannschaft mit einem Vorsprung auf Platz zwei übernommen. Gucken Sie mal, wie groß der Abstand jetzt ist!"

Um auch eine Etage höher eine gute Rolle spielen zu können, planen die Lippestädter mit weiteren Verstärkungen des aus Krugs Sicht "auch so Oberliga-tauglichen Kaders". Sebastian Placzek sowie Torhüter Milenko Gilic haben inzwischen als Spieler Nummer elf und zwölf des aktuellen Aufgebots ihre Verträge verlängert. Manuel Lenz, der erst in der Winterpause aus Erkenschwick nach Hamm wechselte, lehnte dagegen das Angebot des Vereins vorerst ab. Offen ist ebenfalls der Verbleib der Routiniers Dirk Konerding und Helge Bittner. Während Letzterer womöglich aus beruflichen Gründen kürzer treten muss, bieten sich offenbar auch für Konerding anderweitige Perspektiven. "Aus rein sportlicher Sicht würde ich ihn gerne weiter dabei haben", baut Sandhowe auf den bereits 38 Jahre alten Libero.

Mindestens vier Neuzugänge "aus dem Bereich Oberliga" sollen laut Krug dazu kommen. "Wir brauchen einen Innenverteidiger, einen offensiven Mittelfeld-Spieler, etwas für die linke Seite und den Sturm", zählt der Ex-Ahlener auf. "Schließlich wollen wir in der Oberliga einen einstelligen Tabellenplatz erreichen, mit Blick auf die ab 2008 eventuell neu geschaffene Regionalliga", können für Krug die Ambitionen nicht hoch genug sein.

Autor: hb

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