So mancher regelmäßiger Trainings-Beobachter des FC Schalke 04 hat sich sicher schon gefragt, wer dieser athletische junge Mann ist, der da im Parkstadion einsam seine Runden dreht. Es ist Innocent Melkam von der Hammer Spielvereinigung.

HAMM - Innocent Melkam will im Sommer neu angreifen

02. Mai 2006, 08:37 Uhr

So mancher regelmäßiger Trainings-Beobachter des FC Schalke 04 hat sich sicher schon gefragt, wer dieser athletische junge Mann ist, der da im Parkstadion einsam seine Runden dreht. Es ist Innocent Melkam von der Hammer Spielvereinigung.

So mancher regelmäßiger Trainings-Beobachter des FC Schalke 04 hat sich sicher schon gefragt, wer dieser athletische junge Mann ist, der da im Parkstadion einsam seine Runden dreht. Es ist Innocent Melkam von der Hammer Spielvereinigung. Der Nigerianer führt nach seinem am 9. Oktober 2005 im Heimspiel gegen Enger erlittenen Kreuzbandriss im linken Knie seine Reha im neuen Gesundheitstempel "Medic.os auf Schalke" durch.

Gerade hat Melkam seinen Vertrag bei den Lippestädtern um ein Jahr verlängert. Nun hofft der auf Eis gelegte Angreifer darauf, dass er in der kommenden Saison in der Oberliga gegen die königsblaue Zweitvertretung antreten kann. "Alles läuft prima, ich bin auf einem guten Weg", nickt der 24-Jährige.

Als er vor einigen Jahren mit seinem Bruder Gabriel den schwarzen Kontinent verließ, um in Deutschland sein Glück als Fußballer zu suchen, da hat er seine Zukunft sicher nicht in der vierhöchsten Spielklasse gesehen. Inzwischen, nach zwei Spielzeiten mit dem Karlsruher SC in der zweiten Liga (zehn Einsätze, ein Tor), ist er froh, wenn er überhaupt wieder höherklassigen kicken darf.

HSV-Manager Joachim Krug entdeckte Melkam im vergangenen Sommer bei einem Essener Bezirksligisten und dachte, das kann doch nicht wahr sein. Im Mahlberg-Stadion entpuppte sich der Offensive dann als die erhoffte Verstärkung und erzielte in sechs Meisterschafts-Matches vier Treffer, ehe es ihn am Knie erwischte. Wie mit seinem sportlichen Talent ging Melkam auch mit seiner schweren Verletzung zuerst sehr schludrig um und wollte sich zunächst nicht operieren lassen. Krug hatte nach zwei Monaten, in denen nichts passierte, die Faxen dicke und schickte den widerwilligen Kicker ins Dortmunder Knappschafts-Krankenhaus zu Dr. Karl-Heinz Bauer, dem Vereinsarzt des VfL Bochum.

Der notwendige Eingriff und die folgenden Reha-Maßnahmen brachten nun den erwünschten Erfolg. "In der Vorbereitung bin ich wieder voll dabei", kündigt Melkam an. Bis dahin wird er seine Team-Kollegen sonntags vom Seitenrand anfeuern, auch wenn das weh tut. "Als Fußballer willst du immer spielen, aber wenn es nicht geht, muss man Geduld haben", zeigt sich der in Essen lebende Afrikaner einsichtig.

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