HAMMER SPVG - Semlits-Nachfolger in zwei Wochen

10. November 2005, 10:24 Uhr

Vier Tage nach der Entlassung von Oswald Semlits als Trainer der Hammer Spielvereinigung (siehe Interview!) sind beim ehemaligen Zweitligisten die ersten Bewerbungen auf den vakanten Posten eingetrudelt.

Vier Tage nach der Entlassung von Oswald Semlits als Trainer der Hammer Spielvereinigung (siehe Interview!) sind beim ehemaligen Zweitligisten die ersten Bewerbungen auf den vakanten Posten eingetrudelt. Allerdings wollen sich die Lippestädter bis zum übernächsten Spieltag am 27. November bei Borussia Emsdetten Zeit lassen, um den neuen Mann zu präsentieren. Bis dahin übernehmen die bisherigen Co-Trainer Karl-Heinz „Mano“ Zielinski und Hartmut Bremser die Verantwortung bei der HSV.

Jupp Tenhagen und Frank Benatelli werden im Hammer Umfeld bereits gehandelt, sind aber zurzeit beim 1. FC Bocholt beziehungsweise SSV Hagen im Amt und kommen daher nicht in Frage. Michael Pannenbecker (zuletzt SpVg. Erkenschwick), Alfons Beckstedde (ehemals SV Lippstadt) und Frank Schiel (vorher Germania Gladbeck) haben selbst Interesse an dem Posten bekundet, stehen aber bei den HSV-Verantwortlichen (noch) nicht auf der Liste. „Der neue Coach sollte die Qualität haben, uns auch in der Oberliga zu trainieren“, nennt Joachim Krug, der beim Club hinter den Kulissen die Strippen zieht, zwar keine Namen, aber: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir etwas höher angreifen und uns jemanden angucken, der zuletzt in der Regionalliga beschäftigt war.“

Womit alles über die Ambitionen beim Traditionsverein aus dem Revier gesagt ist. Der Aufstieg in die Oberliga ist in dieser Saison Pflicht, ein Unterfangen, an dem Semlits schon auf halber Strecke scheiterte. „Die sportliche Situation ist nicht befriedigend. Die Mannschaft hat trotz ihres großen Potenzials nur 21 von 36 möglichen Punkten geholt“, macht Fußball-Abteilungsleiter Horst Heinze klar, wohin die Reise geht. „Wir konnten nicht länger warten, um nicht das erklärte Ziel, den Aufstieg in die Oberliga zu gefährden“, gesteht der Funktionär, der nicht gerade als Semlits-Freund gilt.

Obwohl der nach den Gesetzmäßigkeiten des Geschäfts den Kopf hinhalten musste, nimmt Krug nun vor allem die Spieler in die Pflicht. „Oswald ist an sich ein guter Trainer, er hat keine gravierenden Fehler gemacht. Wir können aber nicht die halbe Mannschaft raus schmeißen“, weiß der frühere Manager des LR Ahlen. „Wir sind mit Gladbeck die beste Truppe in dieser Liga, das hat sie bisher nicht gezeigt. Und wir können nur von Glück reden, dass die Klasse so ausgeglichen ist und wir noch nicht hoffnungslos abgeschlagen sind. Normalerweise würde da ein Verein vorne mit 30, 31 Punkten weg marschieren“, gibt Krug zu Bedenken.

Während der Club sich mit Semlits (Vertrag bis 30.6.2006) finanziell einigen will – Krug: „Oswald wird sein Geld bekommen, das wird keine Schlammschlacht!“ – darf sich der künftige Coach über frisches Personal freuen. „Wir haben viele gute Einzelspieler, waren aber nicht als Team zu erkennen. Außerdem haben wir einen zu kleinen Kader, das war aufgrund der vielen Verletzungen ein Problem“, meint Krug. „Logisch, dass wir in der Winterpause noch etwas tun werden. Andererseits werden wir noch den einen oder anderen an die Luft tun, wenn bis zum Jahresende keine Leistungs-Steigerung kommt.“

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