Dass man als Aufsteiger direkt auf den Platz an der Sonne durchstartet, erlebt man als Fußballer nicht alle Tage. Dieses Gefühl können zurzeit die Mannen vom WSV Bochum genießen, sind sie doch nach zwei Spieltagen als einziges Team ohne Punktverlust. Und sollte alles normal laufen, wird sich das auch am Sonntag nicht ändern, schließlich ist mit Rot-Weiß Wacker Bismarck der Tabellenletzte der Liga an der Heinrich-Gustav-Straße zu Gast.

Landesliga 3: 3. Spieltag, Vorschau & Expertentipp

Legat-Elf will die Spitze verteidigen

25. August 2006, 19:54 Uhr

Dass man als Aufsteiger direkt auf den Platz an der Sonne durchstartet, erlebt man als Fußballer nicht alle Tage. Dieses Gefühl können zurzeit die Mannen vom WSV Bochum genießen, sind sie doch nach zwei Spieltagen als einziges Team ohne Punktverlust. Und sollte alles normal laufen, wird sich das auch am Sonntag nicht ändern, schließlich ist mit Rot-Weiß Wacker Bismarck der Tabellenletzte der Liga an der Heinrich-Gustav-Straße zu Gast.

Gar nicht überrascht von den Leistungen seiner Mannschaft zeigt sich WSV-Trainer Thorsten Legat: „Wir haben zwar nur ein Ziel und das ist der Klassenerhalt, ich weiß aber mehr über die Leistungsfähigkeit meiner Mannschaft, werde aber frühesten zum Winter eine fundierte Analyse abgeben“, sagte der Ex-Profi. Vor allem in der Einsatzbereitschaft und mannschaftlichen Geschlossenheit sieht er die Stärken seines Teams. Legat: „Bei nur vier Abgängen ist der Kern der Mannschaft zusammengeblieben und wurde mit insgesamt sieben Neuzugängen passend aufgefüllt, so dass wir eine eingespielte Einheit bilden“.

Dass einige seiner Spieler wegen des Erfolgs abheben könnten, dafür sieht er keine Gefahr: „Die Jungs wollen kämpfen, spielen und Punkte holen. Wer da nicht mitzieht wird einmal verwarnt und beim nächsten Mal fliegt er raus – aber das traut sich eh keiner“, stellt Legat klar.

Seinem Pendant von Wacker Bismarck, Jürgen Göbel, plagen ganz andere Sorgen. Nach zwei Niederlagen gegen Aufsteiger (2:6 in Schwelm und 0:2 gegen Wickede) wartet nun mit dem Werner SV der dritte Neuling. Von einem Aufsteiger-Komplex wollte er aber nicht sprechen: „Zu Anfang der Saison wurde die Mannschaft total umgekrempelt und wir sind daher einfach noch nicht so weit. Es werden sicherlich noch ein bis zwei Spiele vergehen, bis wir uns gefunden haben“, sieht er die Situation nüchtern.

Trotz der prekären Situation verspüre er keinen Druck, denn nachdem vor Saisonstart ein großer Sponsor abgesprungen war, sei dem Verein klar gewesen, dass es schwer sein wird, die Klasse zu halten. Genau darin sieht er aber auch die Chancen für sein Team am kommenden Sonntag: „Die Werner werden nach zwei Siegen mit breiter Brust auftreten und vor Selbstbewusstsein nur so strotzen. Ich hoffe aber, dass sie uns – wie im man es im Fußball häufig erlebt – unterschätzen und wir dadurch die Gelegenheit bekommen, für eine Überraschung zu sorgen“.

Für den Hombrucher SV geht es beim Auswärtsspiel in Herbede vor allem darum, einen komplett verkorksten Saisonstart zu verhindern. Nachdem man an der Deutsch-Luxemburger Straße letztes Jahr lange um den Klassenerhalt zittern musste, wurde die Mannschaft für diese Saison gezielt verstärkt. Daher werden sie von Kennern der Szene auch viel weiter vorne erwarten als bisher.

Den 3. Spieltag tippt Thorsten Legat (Trainer WSV Bochum)

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