Für die Hammer SpVg sollte es der erste Schritt in Richtung Oberliga werden, für den Lüner SV ein wichtiger Fingerzeig, in welche Richtung es in der Rückserie der Verbandsliga Westfalen I geht.

LÜNEN: Semlits will sich „Mit Hamm nicht messen“

hb
12. März 2005, 14:10 Uhr

Für die Hammer SpVg sollte es der erste Schritt in Richtung Oberliga werden, für den Lüner SV ein wichtiger Fingerzeig, in welche Richtung es in der Rückserie der Verbandsliga Westfalen I geht.

Für die Hammer SpVg sollte es der erste Schritt in Richtung Oberliga werden, für den Lüner SV ein wichtiger Fingerzeig, in welche Richtung es in der Rückserie der Verbandsliga Westfalen I geht.

Nach dem 2:1 der Rot-Weißen im Duell der ehemaligen Zweitligisten ist allerdings am „Schloss Schwansbell“ keine Euphorie ausgebrochen. „Dieser Sieg war völlig unerwartet, eine echte Überraschung“, freut sich LSV-Trainer Oswald Semlits. Aber: „Man kann diese beiden Mannschaften nicht vergleichen. Die Spielvereinigung hat ganz andere Voraussetzungen, das ist sprichwörtlich eine Hammer-Truppe.“

Denn obwohl Lünen den Nachbarn in der Tabelle inzwischen überflügelt hat, geht der Ex-Profi davon aus, dass sich diese Kräfteverhältnisse noch verschieben. „Das war ein Highlight, dass wir gerne mitgenommen haben. Aber Hamm hat inzwischen ein unglaubliches Potenzial, mit dem wir uns auf Dauer sicherlich nicht messen können. Das Gleiche gilt für Paderborn II“, betont Semlits. „Beide Teams wollten an den letzten zwei Spieltagen als einzige unbedingt spielen. Das sagt doch alles“, meint der 46-Jährige. „In Hamm hat man alles dafür getan, den Kunstrasen vom Schnee zu befreien, damit die Partie stattfinden kann. Die haben vorher die ganze Zeit auf dem Untergrund trainiert. Wir dagegen waren in den zehn Tagen vor der Begegnung nur laufen und einmal in der Soccer-Halle.“

Inzwischen sind die Plätze in Lünen wieder für den Fußball frei gegeben, sodass die Vorbereitung auf die Heim-Partie gegen Delbrück normal läuft. Semlits hätte nichts dagegen, dem ersten Höhepunkt einen weiteren hinzu zu fügen. „Unser großes Plus ist, dass wir keinen Neuanfang mehr haben. Die Truppe kennt sich jetzt seit über einem halben Jahr und hat sich auch mit der Liga vertraut gemacht“, erklärt der frühere Duisburger Bundesliga-Kicker. „Wir werden dennoch den Blick nicht nach oben richten. Es sind noch 14 Spieltage zu absolvieren, alles ist eng zusammen. Für uns geht es darum, den Abstand nach unten möglichst groß zu halten. Alles, was darüber hinaus geht, nehmen wir aber gerne als Bonus mit.“

Autor: hb

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