Der RS-Bericht in unserer vergangenen Donnerstags-Ausgabe über die Jugendarbeit beim Lüner SV hat für mächtig Aufregung am „Schloss Schwansbell“ gesorgt.

LÜNER SV - Marx kontert Vorwürfe: „Was soll das?“

hb
24. Januar 2005, 13:08 Uhr

Der RS-Bericht in unserer vergangenen Donnerstags-Ausgabe über die Jugendarbeit beim Lüner SV hat für mächtig Aufregung am „Schloss Schwansbell“ gesorgt.

Der RS-Bericht in unserer vergangenen Donnerstags-Ausgabe über die Jugendarbeit beim Lüner SV hat für mächtig Aufregung am „Schloss Schwansbell“ gesorgt.

Peter Marx, ehemaliger Geschäftsführer bei den Rot-Weißen und derzeit wieder in beratender Funktion für den Club tätig, meldete sich am Freitag. „Ich kenne diese Leute nicht persönlich, aber meiner Meinung nach wird hier versucht, über die Öffentlichkeit verletzte Eitelkeiten zu kühlen“, wundert sich das langjährige LSV-Vorstands-Mitglied über den Aufmarsch der Herren Ralf Müller, Ralf Nowak und Michael Thomas in unserer Redaktion.

Die Behauptung des Triumvirats, der Sportliche Leiter Helmut Krause sei nicht für die Nachwuchs-Ausbildung geeignet, weist Marx von sich. „‚Helle’ hat im März 2004 die A-Junioren übernommen, weil deren vormaliger Trainer Eppi Kaczor aus gesundheitlichen Gründen das Traineramt abgeben musste. Sonst wäre es gar nicht dazu gekommen“, schildert der beim Reise-Unternehmen Thomas Cook tätige Angestellte die Geschichte aus seiner Sicht. „Ich vermute, dass sein damaliger Assistent Herr Müller sauer war und ist, weil er nicht der Nachfolger wurde“, kontert Marx. „Krause ist mit der Mannschaft aufgestiegen, also was soll das?“

Auch das Thema fragwürdige Vertragspraktiken im Falle der Ex-Lüner Jugendspieler Dominique Nowak und Patrick Thomas stellt sich aus seiner Sicht anders dar. „150 Euro Grundgehalt, 50 Auflaufprämie pro Spiel und einen Hunderter Fahrgeld sind für einen Jugendspieler auf dem Weg in die Ober- oder Verbandsliga kein schlechtes Angebot“, argumentiert Marx. „Dass wir junge Leute zwei Jahre an uns binden wollten, war auch klar. Wir haben sie in der Jugend ausgebildet, so hätten sie nach einer Saison ohne Entschädigung gehen können. Außerdem haben wir im Vorstand gar nicht die Zeit, jedes Jahr 20 bis 30 Spieler-Verträge neu auszuhandeln.“

Und die happige Ablöseforderung von 3.500 Euro für Nowak sei nur deshalb zu Stande gekommen, weil Nowak vor einem Jahr nach dem Weggang des damaligen Stammkeepers Malte Schulze-Happe plötzlich erste Wahl werden sollte. „Wir haben mit ihm geplant und für ihn wäre das eine große Chance gewesen, aus der Jugend direkt durch zu starten. Er aber wollte am Ende der Saison weg“, berichtet Marx.

Auch Thomas, dem Krause mannschafts-schädigendes Verhalten vor- und ihn kurzer Hand aus dem Team warf, sei kein Unschuldsengel. „Unser zweiter Jugendleiter Thomas Ciara hat mir bestätigt, dass es mit Patrick öfters Probleme gab“, bemerkt Marx und fragt: „Wo sind die jetzt? Bockum-Hövel und Kamen! Wenn sie Große wären, würden sie kaum in der Landes- beziehungsweise Bezirksliga kicken.“

Autor: hb

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