Der erste Sieg nach vier Monaten soll für die Hammer Spielvereinigung eine befreiende Wirkung zeigen.

HAMMER SV - Akte Matos noch nicht zu

Schwierige Rückkehr zum Alltag

hb
15. Februar 2007, 11:24 Uhr

Der erste Sieg nach vier Monaten soll für die Hammer Spielvereinigung eine befreiende Wirkung zeigen.

Der erste Sieg nach vier Monaten soll für die Hammer Spielvereinigung eine befreiende Wirkung zeigen. So war das überzeugende 3:1 gegen Eintracht Rheine nicht nur wichtig, um im Abstiegskampf ein wenig Boden gut zu machen.

Vor allem der nach dem Tod von Hartmut Bremser angeschlagenen Psyche der Verantwortlichen und Spieler tat das Erfolgserlebnis richtig gut. "Für alle war es ungeheuer schwierig, wieder zum Alltag zurückzukehren. Wir hatten auch überlegt, die Partie abzusagen, doch die Mannschaft wollte unbedingt auflaufen", erklärt Fußball-Abteilungsleiter Horst Heinze, der in dem plötzlich verstorbenen Betreuer Bremser einen guten Freund verlor.

Mit neuem Selbstbewusstsein ausgestattet, will der Aufsteiger nun am kommenden Sonntag in Schalke nachlegen. An das Hinspiel gegen die zweite Mannschaft der Königsblauen hat Horst Heinze noch gute Erinnerungen. "Das war über weite Strecken unsere beste Saisonleistung, nachdem uns Schalke in den ersten 20 Minuten an die Wand gespielt hat und hätte führen müssen", blickt der Funktionär kurz auf das 4:1 vom letzten Jahr zurück. "In der jetzigen Form können wir gegen jeden Gegner punkten, auch auswärts bei Schalke", glaubt Heinze an die Fortsetzung des jüngsten Aufschwungs.

Ein Grund für die Leistungssteigerung ist der größere Konkurrenzkampf im Kader. "In der Hinrunde hatten wir so viele verletzungsbedingte Ausfälle, dass sich die Aufstellung immer von alleine ergab. Das ist jetzt anders, von der Bank kommt jetzt Druck auf die erste Elf", weiß Heinze. Und auf dem Platz habe insbesondere Mehmet Kara das spielerische Niveau der Truppe deutlich angehoben, auch Darius Duda mache auf der linke Seite einen guten Job.

Was noch fehlt, ist ein Angreifer. Doch um Wunschstürmer Jorge Matos, der Ende Januar zum Probetraining am Mahlberg-Stadion erschienen war, bemüht sich der Verein noch vergeblich. "Wir sind noch auf dem gleichen Stand wie vor zwei Wochen. Der Trainer möchte den Spieler gerne in unseren Reihen haben, doch die Frage ist, ob wir uns den Kicker leisten können", teilt Heinze mit. Vorerst ist der Portugiese zurück in seine Wahlheimat Berlin gereist. Matos war bis Juni 2006 in der ersten Liga Zyperns am Ball und ist seitdem vertrags- und arbeitslos. "Jorge erfüllt genau meine Erwartungen. Ich hoffe, dass wir in absehbarer Zeit Vollzug melden", hofft Sandhowe auf weitere Verstärkung.

Autor: hb

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