HOMBERG: Thomas Bungart nimmt keine Rücksicht

tr
14. Januar 2007, 20:27 Uhr

Die Katze ist nun endlich aus dem Sack. Thomas Bungart wird bis zum Sommer eine Doppel-Funktion beim VfB Homberg erfüllen (RS berichtete).

Die Katze ist nun endlich aus dem Sack. Thomas Bungart wird bis zum Sommer eine Doppel-Funktion beim VfB Homberg erfüllen (RS berichtete). Als erster Vorsitzender wird er nun auch die Mannschaft führen. Der Vorstand sprach dem Versicherungsfachmann einstimmig sein Vertrauen aus, die schwierige Aufgabe, den VfB vor dem Abstieg zu bewahren, zu lösen. RS sprach mit Bungart über die Entscheidung und die Aussichten, dass die Operation Klassenerhalt gelingt.

Hallo Herr Bungart, kann man Ihnen zum neuen, alten Job gratulieren, oder lieber Beileid wünschen, da Sie nun noch mehr Zeit für Homberg aufbringen müssen?

Über einen Glückwunsch würde ich mich freuen, denn ich bin gerne Trainer. Meine Aufgaben als erster Vorsitzender werde ich nach wie vor erfüllen.

Sie hatten bereits aussichtsreiche Gespräche mit externen Leuten geführt. Warum bleiben Sie nun Coach?

Das hat die wenigsten Konsequenzen. Sollte es mit mir schief gehen, kann keiner etwas dagegen sagen, da der Gesamtvorstand voll hinter mir steht. Die Leute können sich hinterher auch nicht herausreden, da die Entscheidung einstimmig war.

Wie schwer wird es, die Klasse zu erhalten?

Die Chance abzusteigen, ist in Betracht zu ziehen, aber da müssen wir dann durch. Ich bin aber davon überzeugt, dass wir unser Ziel erfüllen werden, denn das Team ist stark genug.

Was muss sich denn im Vergleich zur Hinrunde ändern, damit es beim VfB runder läuft?

Jedem sollte klar sein, worum es geht. Persönliche Befindlichkeiten müssen hinten an stehen, auf Einzelschicksale nehme ich keine Rücksicht mehr. Jeder trägt Verantwortung. Die fängt bei der körperlichen Fitness an.

Was meinen Sie genau?

Die Akteure hatten über die für Homberger Verhältnisse sehr lange Pause Hausaufgaben. Ob sie die erfüllt haben, werde ich am Mittwoch überprüfen. Die Jungs, die ihre Vorgaben erfüllt haben, dürfen am Samstag bei der Kunstrasen-Einweihung von TuRa 88 dabei sein. Die anderen dürfen ihre Defizite aufholen. Ein Beispiel ist Ercan Aydogmus. Er ist ungemein wichtig für uns, musste deshalb schon eingesetzt werden, obwohl er noch nicht richtig fit war. Klar, dass sein Knie ständig gereizt war und er nicht zu seiner eigentlichen Leistungsstärke zurückgefunden hat.

Das ist jetzt anders?

Ich hoffe es. Er hat bereits am 2. Januar unter Anleitung mit dem Training begonnen. Die Beschwerden lassen nach, das Gelenk wird dünner. Wenn er keine Probleme mehr hat, trifft er auch sofort wieder, kann unsere Lebensversicherung sein. Aber erst, wenn alles ausgestanden ist.

Sie haben mit Thorsten Burgsmüller eine Offensivkraft verpflichtet. Kann er die Rettung sein?

Ich bin von den Qualitäten von Thorsten Burgsmüller überzeugt. Er ist schnell, kann den Ball halten und abschließen. In unserer Lage würde ich auch keine Ergänzungen nehmen. Zudem haben wir die vakante Torwartposition besetzt. Kevin Kremer ist von Union Mülheim zu uns zurück gekommen. Das passt.

Autor: tr

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