Die Spieler von Jürgen Klopp taten sich gegen die Franken sehr schwer, insgesamt setzte es vier Fünfen. Marcel Schmelzer und Ilkay Gündogan ragten dafür heraus.

BVB: Einzelkritik

Vier Fünfen, ein Matchwinner

20. März 2012, 23:18 Uhr

Die Spieler von Jürgen Klopp taten sich gegen die Franken sehr schwer, insgesamt setzte es vier Fünfen. Marcel Schmelzer und Ilkay Gündogan ragten dafür heraus.

Roman Weidenfeller (3-): Faustete die eine oder andere Flanke aus dem Strafraum, das war es dann aber auch schon. Musste bis zum Freistoß von Heinrich Schmidtgal (104.) nicht einen einzigen Schuss abwehren. Diesen schließlich hielt er im Nachfassen.

Lukasz Piszczek (4): Hatte mit dem sehr quirligen und schnellen Sercan Sararer den unbequemsten Gegenspieler aller Borussen. Stand defensiv zwar weitestgehend ordentlich, seine gelungenen Offensivaktionen aber ließen sich an einer Hand abzählen.

Neven Subotic (3): Bekommt er den Ball, herrscht immer höchster Langholzalarm, allerdings finden seine weiten Bälle kaum einmal einen Abnehmer. Ansonsten aber überwiegend sicher, vor allem in den Zweikämpfen immer konsequent und hart am Mann.

Mats Hummels (3): In der Anfangsphase leistete er sich einige teils haarsträubende Fehlpässe, wirkte dabei etwas übermotiviert. Sein Kerngeschäft, das verhindern von gegnerischen Torchancen, verrichtete er freilich zuverlässig.

Marcel Schmelzer (2-): Als im ersten Abschnitt wenig ging, da sorgte er immerhin für etwas Schwung über die linke Seite. Schaltete sich immer wieder mit in die Offensive ein und schlug eine gute Freistoßflanke auf den Kopf von Sebastian Kehl (17.). Zudem mit einigen wichtigen Rettungsaktionen.

Sven Bender (4+): Rückte für Ilkay Gündogan in die Startformation der Borussia, agierte wie immer ausgesprochen zuverlässig und zweikampfstark, leistete sich aber auch einige Fehlpässe und fußballerische Unzulänglichkeiten.

Sebastian Kehl (3-): Hatte mit seinem Kopfball die erste Halbchance für den BVB (17.) und wirkte auch ansonsten sehr engagiert und um Struktur im BVB-Spiel bemüht. Durchschlagende Erfolge feierte er mit seinen Pässen in die Spitze aber nicht. Gelegentlich wollte er es aber zu schön machen.

Jakub Blaszczykowski (5): Seine gute Hereingabe auf Robert Lewandowski war mehr oder weniger seine einzige gelungene Aktion vor dem Fürther Tor(36.). Ansonsten seltsam zurückhaltend und zögerlich. Verhaspelte sich mehrfach und konnte sich kaum einmal durchsetzen.

Shinji Kagawa (5): Spielte zwar ein, zwei gute öffnende Pässe, ansonsten aber wenig glücklich in seinen Aktionen. Hätte die Borussia zweimal in Führung bringen müssen, setzte seinen Kopfball aus Nahdistanz aber übers Tor (31.) und traf den Ball bei seiner Chance nicht richtig (58.).

Kevin Großkreutz (3): Wenn es vor dem Tor von Max Grün gefährlich wurde, dann war er so gut wie immer beteiligt: Leistete sowohl zu Lewandowskis (17.), als auch zu Kagawas beiden dicken Chance (31., 58.) die Vorarbeit. Diese scheiterten aber genauso wie Großkreutz selber, der zwei richtig gute Gelegenheiten ausließ (58., 73.).

Robert Lewandowski (5): Agierte sowohl im Sturmzentrum als auch später im offensiven Mittelfeld ausgesprochen unglücklich. Bei seiner ersten Gelegenheit wirkte er zu zögerlich (17.), bei seiner zweiten viel zu umständlich (36.). Überhaupt wollte ihm – mit Ausnahme einer guten Flanke auf Großkreutz – nichts gelingen (56.).

Lucas Barrios (5): Kam in der 70. Minute für Shinji Kagawa in die Partie und sorgte zunächst für Wirbel in der Fürther Hintermannschaft. Wirkte aber zu hektisch und konnte so kaum ernsthaft für Gefahr sorgen. Je länger er auf dem Feld stand, desto indisponierter wirkte er.

Ilkay Gündogan (2+): Zehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit wurde er für Sven Bender eingewechselt und bemühte sich gleich, das Spiel an sich zu ziehen, was auch ansatzweise gelang. Zündende Ideen hatte er aber auch nicht mehr, bis er in der 120. Minute zum Matchwinner wurde.

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