Vedad Ibisevic hat seinem Ex-Klub 1899 Hoffenheim das Wiedersehen vermiest und das Ehemaligen-Treffen durch einen Doppelpack für den VfB Stuttgart entschieden.

Hoffenheim - VfB 1:2

Ibisevic zeigt es seinem Ex-Klub

sid
16. März 2012, 22:29 Uhr

Vedad Ibisevic hat seinem Ex-Klub 1899 Hoffenheim das Wiedersehen vermiest und das Ehemaligen-Treffen durch einen Doppelpack für den VfB Stuttgart entschieden.

Die Schwaben setzten sich zum Auftakt des 26. Spieltags der Fußball-Bundesliga 2:1 (2:0) im baden-württembergischen Derby durch. Dank der Tore des Bosniers (8. und 43.) bleibt der VfB, der sich auf den siebten Platz verbesserte und auf eine Teilnahme an der Europa League hoffen darf, im Lokalduell ungeschlagen (4 Siege, 4 Remis). Für die Gastgeber traf nur der zuletzt suspendierte Sejad Salihovic per Foulelfmeter (74.).

"Wiedersehen macht Freude"

Die Hoffenheimer, die weiter auf den ersten Heimsieg seit dem 22. Oktober 2011 und den ersten Erfolg im heimischen Stadion unter Trainer Markus Babbel warten müssen, verharren damit auf dem zwölften Rang. Mit 30 Punkten auf dem Konto sind die Kraichgauer, die keine Wiedergutmachung für das jüngste 1:7 bei Bayern München betreiben konnten, noch nicht aller Abstiegssorgen ledig.
[infobox-right]Hoffenheim: Starke - Beck, Vestergaard, Compper, Johnson - Williams, Rudy (46. Salihovic) - Firmino (73. Schipplock), Babel, Vukcevic - Mlapa.
Stuttgart: Ulreich - Boulahrouz, Maza, Niedermeier, Sakai - Kvist, Kuzmanovic (83. Gebhart) - Harnik (67. Cacau), Hajnal (67. Gentner), Schieber - Ibisevic.
Schiedsrichter: Günter Perl (Pullach)
Tore: 0:1 Ibisevic (8.), 0:2 Ibisevic (43.), 1:2 Salihovic (74., Foulelfmeter)
Zuschauer: 30.150 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Beck (11) - Kuzmanovic (3), Ibisevic (5)[/infobox]
Das Spiel vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena stand unter dem Motto "Wiedersehen macht Freude". Babbel, Ibisevic, sowie insgesamt sieben Profis im Kader der Hoffenheimer trafen auf ihren Ex-Klub. Babbel war im Dezember 2009 bei den Schwaben entlassen worden, Ibisevic wechselte Ende Januar für 4,5 Millionen Euro von Hoffenheim nach Stuttgart.

Die Besucher, darunter DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Landes-Chef Winfried Kretschmann, sahen in den ersten Minuten eine ausgeglichene Partie ohne nennenswerte Höhepunkte. In der achten Minute war es dann aber vorbei mit der ruhigen Spielweise. Nach guter Vorarbeit von Khalid Boulahrouz traf Ibisevic, der nach wie vor ganz in der Nähe des Hoffenheimer Stadions wohnt, gegen seinen Ex-Klub. Es war das achte Saisontor des Bosniers - das dritte für den VfB.

Verhaltener Jubel bei Ibisevic

Nach der Führung bestimmten die Stuttgarter, die ohne Kapitän Serdar Tasci, Shinji Okakazi, Johan Audel und Mamadou Bah auskommen mussten, das Geschehen. Die Hoffenheimer, bei denen Stürmer Srdjan Lakic, Mathias Jaissle und Andreas Ibertsberger fehlten, wirkten geschockt. Boulahrouz vergab per Kopf die große Chance zum zweiten VfB-Treffer (20.).

Drei Minuten später verbuchte der Niederländer Ryan Babel die erste Chance der Gastgeber. Kurz darauf tauchte Ibisevic, der in 123 Spielen für Hoffenheim 48 Tore erzielte, erneut gefährlich vor dem Hoffenheimer Tor auf (27.). Zwei Minuten vor der Pause nutzte der 27 Jahre alte Stürmer eine weitere Vorlage von Boulahrouz per Flugkopfball zum zweiten Treffer. Wie nach seinem ersten Tor jubelte Ibisevic verhalten.

Hoffenheim drängt vergeblich

Zu Beginn der zweiten Hälfte brachte Babbel Salihovic für den frühren Stuttgarter Sebastian Rudy. Der Landsmann und Freund von Ibisevic wird auch mit dem VfB in Verbindung gebracht. Salihovic belebte das Offensivspiel der Gastgeber, bei denen Peniel Mlapa zwei gute Möglichkeiten innerhalb weniger Minuten vergab (56. und 58.).

Nur zwei Minuten später rettete Hoffenheims Torwart Tom Starke gegen den durchgebrochenen Julian Schieber. Trotz dieser VfB-Chance erhöhten die Gastgeber den Druck und drängten auf das Anschlusstor. Die Stuttgarter Abwehr hatte in dieser Phase alle Hände voll zu tun, die Gäste konnten sich kaum noch aus der eigenen Hälfte befreien. Als Maza Fabian Johnson im Strafraum foulte und Salihovic den Strafstoß verwandelte, wurde es noch einmal spannend.

Autor: sid

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