Es hätte mal wieder sein Tag sein können.

SCHALKE - Kuranyi ärgerte sich über verpassten "Dreierpack"

"Dürfen uns nicht beirren lassen"

hb
20. Februar 2007, 11:19 Uhr

Es hätte mal wieder sein Tag sein können.

Es hätte mal wieder sein Tag sein können. Mit den beiden Saisontreffern zehn und elf katapultierte sich Kevin Kuranyi zwar zusammen mit Berlins Marko Pantelic, dem Bremer Miroslav Klose und dem Münchner Roy Makaay hinter dem führenden Stuttgarter Mario Gomez (13) auf Platz zwei der Torschützenliste.

Doch der dritte "Doppelpack" in der laufenden Saison nach dem Hinspiel gegen Mainz und dem Rückspiel in Frankfurt reichte für den FC Scgalke leider in Wolfsburg nicht zum Sieg. "Ich selbst fühle mich sehr wohl und bin gut drauf. Trotzdem bin ich traurig, dass wir nur 2:2 gespielt haben", wusste Kuranyi, dass sein persönliches Glückserlebnis der Rest der Mannschaft wegen des späten Ausgleichs nicht teilen konnte. "Wir dürfen das Spiel nach dem 2:0 nicht mehr aus der Hand geben. Das ist schade, denn wir hätten weiter Boden gut machen können", ärgerte sich Kuranyi mit einem Blick auf die restlichen Ergebnisse. "Vielleicht hatten wir das Match gedanklich schon im Sack, aber das war leider nicht so. Dann muss man auch mal mit einem Punkt zufrieden sein."

Trotzdem: Auch in Wolfsburg konnte der Stürmer an seine gewaltige Formsteigerung der letzten Wochen anknüpfen. Wie er sich in der elften Minute in die Ecke von Peter Lövenkrands schmiss und mit purer Willenskraft die Führung erzielte, war schon beeindruckend. Genau so beim 2:0, als er das Geschenk des Ex-Duisburgers Uwe Möhrle dankbar annahm und das Leder in die Maschen donnerte. Warum das nicht für den siebten Dreier in Folge langte, konnte Kuranyi selbst "nicht genau sagen". Aber: "In der zweiten Halbzeit haben wir keinen Druck mehr nach vorne gemacht."

Als er jedoch in der 79. Minute noch einmal frei vor dem Wolfsburger Kasten zum Abschluss kam, da versagten ihm ein wenig die Nerven. Der zu schwache Kopfball landete genau in den Armen von VfL-Keeper Simon Jentzsch. "Den hat er schön gehalten. Schade, hätte ich auch noch das dritte Tor gemacht, wäre die Partie anders ausgegangen", bemerkte Kuranyi.

Die liegen gelassenen Punkte möchten er und seine Mitspieler nun in der heimischen Arena einfahren. "Wir dürfen uns nicht beirren lassen und müssen jetzt die Heimspiele gewinnen", möchte Kuranyi in den kommenden beiden Wochen einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft gehen.

Autor: hb

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