Wer hätte das gedacht. Nur eine Woche nach dem enttäuschenden 0:2 gegen den 1.FC Nürnberg macht der VfL-Anhang mobil.

BOCHUM: Fans machen mobil: 2.500 nach Bielefeld

gp
18. Februar 2007, 11:58 Uhr

Wer hätte das gedacht. Nur eine Woche nach dem enttäuschenden 0:2 gegen den 1.FC Nürnberg macht der VfL-Anhang mobil.

Wer hätte das gedacht. Nur eine Woche nach dem enttäuschenden 0:2 gegen den 1.FC Nürnberg macht der VfL-Anhang mobil. Mehr als 2.000 Fans werden den VfL heute nach Ostwestfalen begleiten. Und man kann davon ausgehen, dass die letzten 400 Tickets für den Gästeblock ebenfalls noch an den Mann gebracht werden. Bochums Fanbeauftragter Dirk Michalowski freute sich am Freitag: "Der Entlastungszug, den der VfL zur Verfügung gestellt hat, ist ausgebucht. Und ich bin sicher, dass es an der Unterstützung in Bielefeld nicht fehlen wird." Darüber freut sich auch Marcel Koller, der weiß: "Es ist jetzt wichtig, dass auch das Umfeld weiter mitzieht. Denn noch ist in der Bundesliga alles drin."

Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass die Frankfurter Eintracht noch Probleme bekommt? Nach dem 0:4 am Freitag gegen den VfB Stuttgart sind die Hessen aber mittendrin. Lange war es auch auf der Bielefelder Alm ruhig. Doch aus der Überraschungs-Mannschaft der Hinrunde ist mittlerweile einer von neun abstiegsbedrohten Klubs geworden. Thomas von Heesen hat letzte Woche das Handtuch geworfen und seinem Co-Trainer Frank Geideck das Kommando übergeben.

Doch klingt es eher wie das Pfeifen im Walde, wenn der Neue sagt: "Wir haben keine Krise, sind immer noch Elfter." In Wirklichkeit aber wartet die Arminia seit neun Spielen auf einen Sieg, wäre bei einer Niederlage punktgleich mit dem VfL Bochum. Marcel Koller: "Deshalb erwarte ich zunächst, dass beide Mannschaften sehr vorsichtig agieren." Doch das bedeutet nicht, dass der Schweizer mit einem Zähler in Ostwestfalen zufrieden wäre. "Bei den derzeitigen Temperaturen gibt es nicht nur Frühlingsgefühle, sondern es soll endlich auch ein Frühlingserwachen geben. Wir spielen auf Sieg!"

Mut schöpft der Trainer aus der Tatsache, dass sich seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit gegen Nürnberg viele Tormöglichkeiten erarbeitete. Koller: "Wir dürfen jetzt nicht die Geduld verlieren. Ich bin davon überzeugt, dass wir wieder treffen." Spielerisch braucht der VfL sich hinter den Arminen ohnehin nicht verstecken. Koller mahnt aber: "Wir dürfen unsere spielerischen Möglichkeiten nicht unausgeschöpft lassen." Der Bochumer Trainer rechnet übrigens nicht damit, dass der neue Mann auf der Bielefelder Bank plötzlich alles über den Haufen wirft: "Am System wird sich nichts ändern. Vielleicht wird der eine oder andere Spieler ausgetaucht." Das hat auch Marcel Koller getan. So rückt Marcel Maltritz nach abgelaufener Sperre wieder in die Innenverteidigung.

Marcel Koller: "Das ändert nichts an der Tatsache, dass Pavel Drsek gegen Nürnberg ein gutes Spiel gemacht hat. Wichtig war für mich wieder mal die Bestätigung, dass ich mich auf ihn verlassen kann." Die Entscheidung für Marcel Maltritz hängt auch mit dessen Auftritt als Vizekapitän auf dem Grün zusammen. "Er ist mehr Führungsspieler, pfeift seine Vorder- und Nebenleute auch mal zusammen. Auf diese Präsenz möchte ich nicht verzichten." Neben dem Wechsel Maltritz für Drsek wird Koller auch im Offensivbereich eine Änderung vornehmen. Für den Youngster Ivo Ilicevic kommt der routinierte Filip Trojan in die Mannschaft.

Koller: "Ivo hat sich gegen Nürnberg nicht so durchsetzen können. Aber er wird weitere Chancen bekommen. Er ist ja noch jung." Vielleicht sogar als Joker, denn Ilicevic erzielte schließlich im Hinspiel beim 2:1-Sieg den entscheidenden Treffer. Beim gestrigen Abschlusstraining wurde dann auch die Frage beantwortet, was mit Tommy Bechmann (Kniereizung) und Benjamin Lense (Oberschenkelprobleme) ist. Beide hatten noch am Freitag auf das Mannschaftstraining verzichten müssen.

Autor: gp

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