Der Traditionsverein Westfalia Herne zerlegt sich selbst. Wirtschaftlich wie sportlich liegt der SCW am Boden. Acht Pünktchen stehen nach 21 Spielen zu Buche.

Herne: Kurz(er) Prozess

Fans vergraulen Keeper

14. März 2012, 17:49 Uhr

Der Traditionsverein Westfalia Herne zerlegt sich selbst. Wirtschaftlich wie sportlich liegt der SCW am Boden. Acht Pünktchen stehen nach 21 Spielen zu Buche.

Das Torverhältnis von 6:58 spricht Bände. Ausgerechnet in dieser Phase muss Trainer Uli Reimann jetzt auch noch den Super-GAU verkraften. Denn Pascal Kurz wie auch Nicolas Stevanovic haben Herne mit sofortiger Wirkung verlassen.

Während der Wegfall von Stevanovic noch zu verkraften ist, ist der Abgang der Nummer eins eine Katastrophe. Kurz ist es zu verdanken, dass die Westfalia nicht Woche für Woche zweistellig abgeschossen wird. Kurz ist DER Leistungsträger des SCW. Obwohl der Klasse-Keeper im Sommer ebenfalls hätte flüchten können, wollte er beim Neuaufbau helfen. Doch nachdem die Fans den 28-Jährigen bei der jüngsten Heimspielpleite gegen Schermbeck gnadenlos ausgepfiffen und beschimpft haben, zieht Kurz nun einen Schlussstrich.

Im RS-Interview erklärt der ehemalige Essener Rot-Weisse, warum er mitten in der Rückrunde hinwirft und nimmt bei seiner Analyse kein Blatt vor den Mund.

Pascal Kurz, Sie haben am Dienstag die Verantwortlichen über Ihren Schritt, sofort aufzuhören, informiert. Wie hat Ihr Trainer reagiert?

Der Coach und meine Mitspieler hatten keine Gegenargumente und haben mir zugestimmt. Es ist der richtige Schritt, jetzt zu gehen. Ich möchte dabei aber betonen, dass es nicht am Trainer liegt. Uli Reimann ist das ärmste Schwein, weil ihm aufgrund der wirtschaftlichen Situation die Hände gebunden sind.

Das gesamte Interview mit dem Liga-Urgestein lesen Sie exklusiv in RevierSport am Donnerstag.

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