Florian Kringe suchte zwar lange vergeblich nach Worten, aber letztendlich fand der Mittelfeldspieler sie.

BVB: Watzkes Worte verhallten in der AOL-Arena ungehört

rk
12. Februar 2007, 09:44 Uhr

Florian Kringe suchte zwar lange vergeblich nach Worten, aber letztendlich fand der Mittelfeldspieler sie.

Florian Kringe suchte zwar lange vergeblich nach Worten, aber letztendlich fand der Mittelfeldspieler sie und machte damit auch nach dem Spiel eine weitaus bessere Figur, als die meisten seiner Mitstreiter, die schweigend an der Journalisten-Schar vorbeizogen, um in den Team-Bus zu verschwinden.
"Hans-Joachim Watzke hat im Mannschafts-Hotel noch ein Mal darauf hingewiesen, wie ernst die Situation für uns ist. Er hat gleichzeitig gesagt, dass der Vorstand Vertrauen zu uns hat, doch das haben wir in Hamburg nicht gerechtfertigt."

Es passt bei den Borussen momentan so gut wie nichts zusammen, das ist auch dem Blondschopf aufgefallen. "Ein Mal kriegen die Stürmer vorne den Ball nicht rein, dann hängen sie teilweise in der Luft, weil sie keine Unterstützung von hinten bekommen. Ein anderes Mal steht die Abwehr wieder unter Druck, weil vorne nicht genug defensiv gearbeitet wird."

Was den Ex-Kölner am meisten ärgert: "Natürlich wird jetzt wieder die Frage der Qualität gestellt, das ist das Schlimmste an der Geschichte. Wir haben doch gegen Teams wie München, Stuttgart oder Bremen gezeigt, dass sie vorhanden ist. Aber nur diese Ausnahmefälle reichen ganz einfach nicht."

Mächtig fuchsten ihn zum Beispiel die Gegentore. "Vor dem Elfmeter mussten wir den Ball schon lange rausschlagen, auch beim 0:2 hatten wir genug Möglichkeiten, die Situation zu klären." Nicht zu Unrecht wies der Junggeselle aber auch auf Außen-Einflüsse hin: "Manchmal entscheiden schon Kleinigkeiten so ein Match. Und in der jetzigen Phase sind die immer gegen uns."

Für ihn gibt es jetzt nur eins: "Wir müssen nun enger zusammenrücken und am nächsten Wochenende drei Punkte einfahren, denn man sollte nie so vermessen sein, zu sagen, wir kommen da unten nicht rein." Mit seinem Auftreten wie in Hamburg nicht, aber einer, beziehungsweise zwei von elf Akteuren, das reicht im Mannschafts-Sport Fußball bei weitem nicht.

Autor: rk

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