Bayern München hat einen ersten Schritt aus der Krise geschafft.

1:0 gegen Bielefeld! Bayern schaffen Trendwende

11. Februar 2007, 18:50 Uhr

Bayern München hat einen ersten Schritt aus der Krise geschafft.

Bayern München hat einen ersten Schritt aus der Krise geschafft. Der deutsche Fußball-Rekordmeister besiegte beim Heim-Comeback von Trainer Ottmar Hitzfeld Arminia Bielefeld nach einer verbesserten, aber glanzlosen Leistung 1:0 (1:0) und sorgte mit dem ersten Sieg des Jahres nach dem desolaten Rückrundenstart mit nur einem Punkt aus drei Spielen für die Trendwende. In der Tabelle bleiben die Bayern jedoch mit vier Punkten Rückstand auf den VfB Stuttgart Vierter. Stürmer Roy Makaay hatte bereits in der 8. Minute mit seinem elften Saisontor die Weichen auf Sieg gestellt. Bielefeld wartet derweil seit bereits neun Spielen auf einen Sieg und hat nur noch drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone. Trainer Thomas von Heesen, der die Arminia zum Saisonende verlässt, gerät bei den Ostwestfalen nun verstärkt unter Druck.

Vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena übernahmen die Gastgeber von Beginn an die Initiative. Durch die frühe Führung von Makaay gewannen die zuletzt völlig verunsicherten Bayern an Souveränität in ihrem Spiel. Der Niederländer profitierte bei seinem Treffer nach einem langen Pass von Lucio allerdings von einem Stellungsfehler von Innenverteidiger Heiko Westermann. Zwei Minuten nach der Führung traf die Hitzfeld-Elf nach einer sehenswerten Kombination durch Mark van Bommel erneut, doch das Schiedsrichter-Gespann um Babak Rafati verweigerte dem Tor von Hasan Salihamidzic wegen einer angeblichen Abseitsstellung zu Unrecht die Anerkennung. Auch danach blieben die Bayern dominant. Lukas Podolski, der erstmals seit vier Monaten anstelle von Claudio Pizarro neben Makaay stürmte, hatte einige gute Szenen. Zudem fehlten in Willy Sagnol (Knieprellung), Owen Hargreaves (fiebrige Erkältung) und Bastian Schweinsteiger (Gelbsperre) drei weitere Akteure, die noch in der Vorwoche bei der 0:3-Niederlage in Nürnberg in der Anfangsformation gestanden hatten.

Im weiteren Verlauf verflachte die Partie zusehends, weil die Bayern in ihren Aktionen kein unnötiges Risiko eingehen wollten und Bielefeld weitgehend mutlos blieb. Die einzige nennenswerte Chance bis zur Pause hatte Podolski in der 23. Minute. Der Nationalstürmer traf mit einem Linksschuss aus spitzem Winkel allerdings nur das Außennetz. Auch in der zweiten Halbzeit blieb es bei der Überlegenheit der Gastgeber, ohne dass sie sich allerdings zwingende Torchancen herausspielen konnten. Die beiden besten Gelegenheiten hatte erneut Podolski. Zunächst scheiterte er mit einem Kopfball aus kurzer Distanz in der 53. Minute nach einem Eckball von Mark van Bommel, in der 62. Minute hielt Mathias Hain Podolskis Schuss aus 14 Metern.

20 Minuten vor dem Ende war der Nationalspieler Wegbereiter der Chance von Lucio, der nach einem Podolski-Freistoß den Pfosten traf. Sieben Minuten vor dem Ende rettete der Bielefelder Ioannis Masmanidis auf der Linie. Auf Seiten der Bayern, bei denen Andreas Görlitz in der 65. Minute sein Comeback feierte und erstmals seit Oktober 2004 eingesetzt wurde, verdienten sich Torschütze Makaay und der zuletzt stark kritisierte Innenverteidiger Lucio gute Noten. Bei den Gästen fiel Rüdiger Kauf positiv auf.

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