Die reguläre Spielzeit war gerade abgelaufen, da bildete sich eine grüne Jubeltraube vor der prall gefüllten Stehtribüne im Wattenscheider Lohrheidestadion.

WL 2: WAT - Hordel 2:2

Thormann schockt den Spitzenreiter

Christian Pozo y Tamayo
11. März 2012, 19:21 Uhr

Die reguläre Spielzeit war gerade abgelaufen, da bildete sich eine grüne Jubeltraube vor der prall gefüllten Stehtribüne im Wattenscheider Lohrheidestadion.

Irgendwo mittendrin steckte Sven Thormann, Innenverteidiger und Schütze zum 2:2 in der Nachspielzeit. „So etwas darf einfach nicht passieren. Das geht so nicht“, schimpfte Wattenscheids Trainer André Pawlak, dessen Schützlinge einen sicher geglaubten Sieg in den Schlusssekunden verspielten.

[infobox-right]SG Wattenscheid 09: Fronczyk – Samet Davulcu, Thamm, Melchner, Brümmer – Zajas, Issa – Preissing (88. Rathmann), Sarisoy, Trisic (82. Güleryüz) – Rocys (64. Koitka)
DJK TuS Hordel: Felbick – Wilhelm, Sell, Thormann, Severich – P. Rudolph, Nehlson – Osma (46. Bastürk), K. Rudolph, Woischnik (48. Ginczek) – Wagener (65. Krüger)
Tore: 1:0 Melchner (2.), 1:1 Wagener (60.), 2:1 Trisic (82.), 2:2 Thormann (90.)
Zuschauer: 817
Schiedsrichter: Philip Roedig (Münster)[/infobox]Thormanns Freistoß aus 40 Metern landete im Gefahrenbereich, wo die ansonsten sichere Hintermannschaft der 09er zwei Akteure völlig übersah: Marvin Sell und Dawid Ginczek verpassten das Leder, konnten aber Schlussmann Lukas Fronczyk entscheidend irritieren. Als „folgerichtig“ bezeichnete Frank Wagener den späten Ausgleich, „wenn auch etwas glücklich in der Entstehung.“

Das sah André Pawlak anders. „Wir haben einfach die Vorentscheidung verpasst“, analysierte der Trainer des Spitzenreiters, der früh in Führung ging. Innenverteidiger Christian Melchner sorgte per Kopf für ein schnelles Tor (2.), das der Mannschaft aber nicht die nötige Sicherheit verleihen sollte. Pawlak: „Vieles ist im Ansatz stecken geblieben, trotzdem müssen wir einfach unsere Kontersituationen nutzen.“

Die 09er boten den 817 Zuschauern viel Ballbesitz, aber auch viel Stückwerk. Nur selten kombinierte sich der Spitzenreiter gefährlich vor das Tor, die Strafe folgte auf dem Fuße: Ramon Wilhelm düpierte mit einem tollen Sololauf die linke Abwehrseite der 09er und flankte präzise auf den Kopf von Alexander Wagner (60.) - überraschend kamen die Gäste zum Ausgleich.

Wattenscheids Milko Trisic sorgte in der Schlussphase mit einem direkten Freistoß aus 18 Metern für die erneute Führung (82.), die der designierte Meister aber nicht über die Zeit bringen konnte: „Ich habe 7:2 Torchancen notiert. Hordel hat beide Möglichkeiten genutzt“, resümierte Pawlak, den der späte Ausgleich spürbar wurmte. „Aber es gibt keinen Grund traurig zu sein. Wir spielen immer noch eine großartige Saison.“

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Autor: Christian Pozo y Tamayo

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