Der sympathische TV-Herdplatten-Verschmierer Tim Mälzer könnte mit seiner Bruzzel-Show in Karlsruhe wohl kaum landen.

MSV: Gottfried Aduobe soll "Mokhi" kaltstellen

tt
12. Februar 2007, 15:25 Uhr

Der sympathische TV-Herdplatten-Verschmierer Tim Mälzer könnte mit seiner Bruzzel-Show in Karlsruhe wohl kaum landen.

Der sympathische TV-Herdplatten-Verschmierer Tim Mälzer könnte mit seiner Bruzzel-Show in Karlsruhe wohl kaum landen. Seine Sendung "Schmeckt nicht, gibt's nicht" setzen die Profis des KSC nach dem Motto "learning by doing" selbst in die Tat um. Jeden Dienstag treffen sich Markus Miller, Mike Franz, Thomas Kies, Mario Eggimann, Sanibal Orahovac und Jan Männer, um gemeinsam etwas auf die Teller zu zaubern.
Vor dem Schlager an der Wedau wurde ein Drei-Gänge-Menü kreiert. Als Vorspeise reichte man den geladenen Gästen indisches Curry mit Salat, als Hauptgang flatterte zu blumigem Rotwein ein delikates toskanisches Hühnchen auf den Tisch, zur Dessert-Abrundung ließ sich die Belegschaft selbstgemachte Quarkspeise mit Früchten schmecken.

Groß aufgekocht soll Montag Abend auch sportlich werden, wenn die badische Bruzzel-Gruppe in der MSV-Arena das Punkte-Backblech aufheizt. "Ede" Becker, Trainer der Karlsruher: "Es treffen zwei sehr gute Teams aufeinander, wir wollen auf alle Fälle punkten. Auswärts müssen wir uns vor keiner Mannschaft verstecken." Das heiße 3:3 aus der Vorrunde hat Becker noch im Gedächtnis: "Wir haben uns weiterentwickelt. Solche Fehler, wie sie uns seinerzeit unterlaufen sind, wird es diesmal nicht geben."

Eine besondere Rolle kommt auf Gottfried Aduobe zu: Der ehemalige Rostocker soll sich wie ein kanadischer Bieber-Fallensteller an die Fersen des agilen Duisburger Aufbau-Spielers Youssef Mokhtari heften. KSC-Keeper "Killer"-Miller: "Über Mokhi läuft viel. Ihn müssen wir aus dem Spiel nehmen und aufpassen, dass er nicht zu seinen gefährlichen Standards kommt."

Coach Becker erklärt: "Unser Ziel ist es, bei MSV zu bestehen. Eine Niederlage könnte unseren Rhythmus stören, das wollen wir unbedingt vermeiden." Sebastian Freis fehlt dem Liga-Primus zwar aufgrund von Sprunggelenks-Problemen in der Offensive, dafür soll Ausnahme-Könner Giovanni Federico wieder nach vorne rücken. Nach dem Duisburg-Duell stehen zudem wichtige Sondierungs-Gespräche an. Federico zählt beim ehemaligen Europacup-Teilnehmer zu den Billig-Verdienern, sein Salär wird per anno nur knapp über der 100.000-Euro-Grenze taxiert - wahrlich nicht viel für einen, der aus sämtlichen Rohren feuert. Fakt ist: Der nächste Kontrakt des Ex-Kölners soll deutlich bessere Bezüge beinhalten. "Karlsruhe ist mein erster Ansprechpartner", erklärt der "Knipser", der sich im Süden offensichtlich richtig wohl fühlt.

Die Stärke des Shooting-Star-Teams liegt sicherlich in der Mannschafts-Struktur. "Wir disziplinieren uns selbst", sagt Schlussmann Miller, "es wird sich gegenseitig gepusht, in jedem Training geht es richtig zur Sache." Überheblichkeit ist bei den Blau-Weißen ein Fremdwort, dafür trägt man das Selbstvertrauen offen zur Schau. Verteidiger Franz: "Der MSV ist die beste Zweitliga-Truppe, was die individuellen Stärken anbetrifft. Aber wir sind die Nummer eins. Montag wird es eine heiße Sache, aber wir marschieren!" Massimilian Porcello: "Der MSV ist für mich die bestbesetzte Mannschaft der Zweiten Liga, doch wir haben die Qualität, auch dort zu gewinnen." Jetzt fragt sich nur noch, wer den besseren Koch hat...

Autor: tt

Kommentieren