Wann, wenn nicht gegen den KSC (Montag, 20.15 Uhr), den begeisternden aktuellen Tabellenführer der zweiten Liga, sollen denn die MSV-Anhänger zahlreicher in die Arena pilgern?

MSV: KSC-Kracher soll Duisburger „hinterm Ofen vorlocken“

tt
12. Februar 2007, 12:36 Uhr

Wann, wenn nicht gegen den KSC (Montag, 20.15 Uhr), den begeisternden aktuellen Tabellenführer der zweiten Liga, sollen denn die MSV-Anhänger zahlreicher in die Arena pilgern?

Wann, wenn nicht gegen den KSC (Montag, 20.15 Uhr), den begeisternden aktuellen Tabellenführer der zweiten Liga, sollen denn die MSV-Anhänger zahlreicher in die Arena pilgern? Der Sturm in Richtung Spitze ist angesagt. „Das soll unser Heimspiel werden – und zwar richtig“, fordert „Zebra“-Coach Rudi Bommer vehement, „Ich hoffe, dass es mehr als 16.000 Besucher, die wir sonst auch immer zu den Begegnungen begrüßen können, werden." Der Mann hat auch schon eine Marke im Kopf: "25.000 sollen es bei diesem Top-Spiel schon sein. Wir müssen die Einwohner dieser Stadt hinter dem Ofen vorlocken. Das haben sich die Jungs durch harte Arbeit ehrlich verdient.“

Die gleichzeitige TV-Präsenz und die späte Anstoßzeit werden da aber wohl einen Strich durch die Bommersche Wunsch-Rechnung machen. „Es geht um sehr viel. Wir können bis auf drei Zähler an den KSC heranrücken. Ein Sieg morgen könnte die ideale Ausgangsposition für den finalen Liga-Endspurt werden. Wir werden alles geben und genauso druckvoll agieren und den Gegner mit Pressing bearbeiten, wie in den Partien zu vor. Wir wollen die drei Punkte unbedingt an der Wedau halten“, merkt der Ex-"Löwe" an und schürt das Fan-Lock-Feuer, „da lohnt es sich, dabei zu sein und den MSV anzufeuern. Ganz Duisburg muss hinter der Mannschaft stehen.“

Verzichten muss der Duisburger Linienchef, der beim KSV vor "Ede" Beckers Installation auch als Wildpark-Coach auf der Kandidaten-Liste stand, erneut auf Mittelfeldstratege Mihai Tararache. „Er hat sich im Training gut entwickelt, aber für ihn reicht es noch nicht. Unser Augenmerk liegt bei ihm auf der Partie am 18. Februar bei 1860 München. Bis dahin soll und wird Tara wieder voll einsatzfähig sein. Sonst kann ich aus dem Vollen schöpfen, ändern wird sich an der Aufstellung aber nicht allzu viel“, gibt der Fußball-Lehrer zu Protokoll. Heißt im Klartext: Youssef Mokhtari wird nach seiner Gelb-Sperre wieder auf seine angestammte Position hinter den Spitzen rücken. „Eigentlich greife ich als Trainer ja nicht so gerne ein, wenn ein Team so erfolgreich spielt, wie in den letzten Wochen, aber in diesem Heimspiel brauchen wir die Ideen und Freistöße eines Youssef Mokhtari“, erklärt Bommer seine Handlungsweise und legt sich bei einer Personalie fest: „Dazu ist Adam Bodzek gesetzt.“ Dem Jungspund der „Zebras“ wird dann die knifflige, aber durchaus reizvolle Aufgabe zukommen, die Kreise eines exzellent agierenden Giovanni Federico (13 Tore, sieben Vorlagen) zu stören.

Bleibt eine offene, zentrale Planstelle im Mittelfeld: Markus Kurth oder Marco Caligiuri. „Beide sind gut drauf, Kurthi hat zuletzt das wichtige Tor in Aue gemacht. Als Variante mit Kurth und Mokhi können wir auch spielen. Cali hat im Training gut agiert. Da fällt es mir schwer, einen draußen zu lassen. Ich werde am Montag auf mein Bauchgefühl hören und mich zwischen Markus und Marco entscheiden“, erklärt der Familienvater und schiebt nach: „Das hat ja bisher immer funktioniert.“

Und das muss es auch, immerhin reist mit den Badenern eine starke Truppe in die MSV-Arena. Die zweitbeste Auswärtsmannschaft – nach dem MSV – kommt zum Kracher, zudem weist der KSC die meisten Treffer insgesamt aus. „Wir haben Respekt, aber keine Angst. Umgekehrt haben die Karlsruher auch Respekt vor uns. Immerhin haben auch wir gute Stürmer und schon 37 Mal getroffen“, ballt der EM-Teilnehmer von 1984 im Duell der besten Offensivreihen der Liga die Faust, „im Prinzip kannst du nur alles gewinnen. Sicher ist, dass es ein sehr gutes Spiel werden wird, auf das sich die hoffentlich zahlreichen Zuschauer freuen können.“

Autor: tt

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