RWE: Köstner verlangt entscheidende Standard-Situationen

og
11. Februar 2007, 09:40 Uhr

Einschlagswirkungen! Die müssen Neuzugänge haben, sonst liegt man bei der Auswahl daneben.

Einschlagswirkungen! Die müssen Neuzugänge haben, sonst liegt man bei der Auswahl daneben. Essen verzeichnete Denis Epstein (Köln), Solomon Okoronkwo (Hertha BSC), Barbaros Barut (Fürth). Stürmer Okoronkwo kam von seinem nigerianischen U23-Trip erst am späten Donnerstag zurück, "was natürlich nicht von Vorteil ist", umreißt Coach Lorenz-Günther Köstner, "das war eine ganz schön lange Reise."
Die in Jena auf der Bank enden könnte, so dass die Start-Chance von Danko Boskovic erneut da wäre. "Warten wir ab", überlegt Köstner, "in Afrika ist es heiß, hier kalt, so eine Umstellung hat oft eine Erkältung zur Folge."
Insgesamt bemüht sich Köstner, den drei Leihgeschäften ein positives Zeugnis auszustellen, in seiner Spielkritik vom letzten Sonntag klangen durchaus andere Töne nach. "Man merkt, sie kamen alle aus einer kompletten Vorbereitung." Übersetzt: Fitness sollte da sein. Köstner: "Denis hat sogar schon getroffen."

In Freiburg. Köstner: "Bis jetzt sieht das gut aus." Ein Erfolg heute in Jena, vieles - auch für die Neuen - würde einfacher. Köstner: "Solomon fehlt noch etwas die Bindung, das hat man gemerkt, aber er kommt jetzt." Wenn ihn der Afrika-Abstecher nicht zurück wirft. Köstner: "Wichtig war auch die Verpflichtung von Barbaros, man sieht am Fall Victor-Hugo Lorenzón, wie schnell man sich verletzt, oder bei Baris Özbek, wie schnell man wankt." Köstner hat keine Lust, personell im Regen zu stehen. Sein Lob an Barut: "Er hat große Erfahrung." Mit 24 Jahren 69 Zweitligaspiele - somit eine fragwürdige Einordnung, die den Akteur unnötig unter Druck setzt. Insgesamt verlangt Köstner aber Bekanntes. "Um zu spielen, muss man Zähne und Krallen zeigen." Jenas Kollege Heiko Weber hält ähnlich martialisch dagegen: "Auf Biegen und Brechen agieren und darüber hinaus gehen."

Wie auch immer? Köstner: "Jeder will weiterhelfen, noch können die Bindungen aber nicht richtig greifen, das liegt in der Natur der Sache." Noch natürlicher ist, dass RWE keine Zeit hat, auf Positiv-Entwicklungen zu warten, weil sonst die gerne zitierten Mechanismen des Geschäfts greifen.

Köstner registrierte Epsteins "punktgenaue Freistöße" gegen Augsburg, "leider wurde jeweils der Keeper nicht bedrängt." Obwohl vorab entsprechende Laufwege abgesprochen waren. "Das ärgert mich unheimlich." Auf Nachfrage erhielt Köstner aus den Team Erklärungen. "Einerseits sei man zu spät gekommen, andererseits fehlte die Einigkeit." Sein Bedauern. "So ein Mist, sonst hätte der Baum im Augsburger Strafraum gebrannt." Ein Lodern, das in Jena heiß da sein soll. "Es geht um entscheidende Standards, die das Spiel des Konkurrenten auflockern können, diese Überzeugung muss in die Köpfe rein, die Bedeutung muss jedem klar sein." Weber unmissverständlich: "Wir müssen gewinnen und werden gewinnen." Auch das Mittel ist logisch - Weber: "Purer Kampf."

Autor: og

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