Immer wieder 1860 München. In der Hinrunde knallte Georg Koch bei einer Parade gegen den Pfosten, zog sich eine schmerzhafte Schulter-Verletzung zu. Jetzt beim Rückspiel das nächste Kapitel: Beim Abspringen verspürte der 35-Jährige einen stechenden Schmerz, musste vor dem Seitenwechsel ausgewechselt werden.

MSV: Torwart Koch verspürt nach Zerrung schon Besserung

"Schon deutlich besser geworden"

23. Februar 2007, 11:46 Uhr

Immer wieder 1860 München. In der Hinrunde knallte Georg Koch bei einer Parade gegen den Pfosten, zog sich eine schmerzhafte Schulter-Verletzung zu. Jetzt beim Rückspiel das nächste Kapitel: Beim Abspringen verspürte der 35-Jährige einen stechenden Schmerz, musste vor dem Seitenwechsel ausgewechselt werden.

"Ich war beim Doc, es handelt sich um eine Oberschenkel-Zerrung, dabei können auch immer ein paar Fasern in Mitleidenschaft gezogen werden. In den letzten zwei Tagen ist es schon deutlich besser geworden, das kann jetzt ganz schnell gehen, es kann aber auch zwei Wochen dauern", erläutert "Schorsch". Eine exakte Prognose will er nicht abgeben: "Das würde nichts bringen. Im Moment glaube ich nicht, dass es bis Montag gegen Rostock klappt."

Das Unentschieden bei den "Löwen" nach vermeintlich sicherer 2:0-Führung ließ im MSV-Lager nicht gerade Begeisterungs-Stürme aufkommen. "Klar ärgert man sich, dass am Ende kein Sieg herausgesprungen ist, aber andere große Mannschaften, wie Chelsea in England oder Schalke beim Spiel in Wolfsburg, marschieren auch nicht einfach so durch. Diese 90 Minuten sollten für uns Warnung genug sein für die kommenden Wochen. Da warten noch richtig schwere Begegnungen auf uns", skizziert der Familienvater.

Die Reaktionen im Duisburger Umfeld, wo jetzt schon über Bayern, Dortmund & Co. diskutiert wird, lassen den Torhüter kalt. "Wichtig und entscheidend ist, was wir als Mannschaft sagen und nicht, was andere meinen. Jeder Einzelne bei uns tut gut daran, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Es ist noch ein weiter Weg." Der ehemalige Düsseldorfer ist lange genug dabei, um die verschiedenen Saison-Phasen genau einordnen zu können. "Die richtig schweren Begegnungen haben wir noch vor der Brust. Wir treffen noch auf zahlreiche Teams, die im Abstiegskampf stecken. Solche Mannschaften stellen sich hinten rein, machen vielleicht irgendwann ein Tor und du verlierst. Dann geht die Rechnerei los. Wir müssen immer 100 Prozent geben, dürfen nicht nachlassen. Nach dem 2:1 über Karlsruhe ist die Saison für uns bestimmt nicht zu Ende. Ich bin sogar der Meinung, dass die Begegnung in München zum richtigen Zeitpunkt kam."

Der ehemalige Spielführer geht ins Detail: "Wir sind eine spielerische Truppe, die viel Qualität nach vorne hat. Erst führst du, wir bekamen im Grunde zwei Treffer geschenkt, dann passieren Fehler, wie der von mir, und es steht 2:2. Als Mannschaft musst du dich anders verhalten und so ein Ding über die Bühne bringen. Wenn jeder das selbst erkennt, dann sind wir auf dem richtigen Weg."

Die grundsätzliche Richtung, da stimmt Koch ohne Widerspruch ein, stimmt aber bei den Zebras. "So eine Serie von 16 ungeschlagenen Spielen habe ich in meiner Profi-Karriere noch nicht erlebt. Wer so etwas schafft, der muss zwangsläufig eine hohe Qualität im Kader haben. Wir können mit viel Selbstvertrauen auf den Platz gehen, dürfen aber Laufbereitschaft und die Arbeit an sich nie vernachlässigen."

Der Spagat, aus einem ziemlich neu konstruierten Gebilde eine echte Einheit zu formen, scheint den Duisburgern nach einigen Unebenheiten mittlerweile geglückt zu sein. Koch: "Die Mischung haben wir hingekriegt, das war sicher kein einfacher Prozess. Du musst das Backpulver mit dem Mehl so mischen, dass der Kuchen auch etwas wird. Einige stellen sich das ziemlich leicht vor, aber so ist es eben nicht. Wir haben uns als Mannschaft gefunden. Dass es nicht ohne Reibereien abläuft, liegt auf der Hand. Die Probleme aus der Vorrunde haben wir in den Griff gekriegt. Sonst würden wir nicht da oben stehen."

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