FCR DUISBURG: Frohlocken über begradigte Tabelle

"Eine faustdicke Überraschung"

23. Februar 2007, 03:43 Uhr

Zukunftsarbeit läuft! Patricia Hanebeck und Inka Grings verlängern ihre Verträge. Die 30-fache Nationalspielerin (U19, U17) und Mittelfeldregisseurin Hanebeck "bleibt auch im fünften Jahr dem FCR erhalten", wie Club-Boss Ferdi Seidelt zufrieden bilanziert. Die U19-Weltmeisterin zeichnete jetzt einen Vertrag gegen, der sie bis zum 30. Juni 2008 bindet. Hanebeck kam 2003 als 17-Jährige von Bad Neuenahr und "setzte sich sofort als Stammspielerin durch", erinnert sich Seidelt. Für ihren neuen Klub erzielte sie bislang 28 Tore.

Ebenfalls erst 17 Jahre alt war Grings, als sie 1995 vom Garather SV an den Rumelner Waldborn geholt wurde. Die 79-fache Nationalspielerin (A, U18) unterschrieb bis zum 30. Juni 2009. Schon markant, in der Hinserie war sie nach einer Suspendierung schon abgeschrieben. Grings machte erstmals auf sich aufmerksam, als sie 1998 im Pokalfinale "den FSV Frankfurt fast im Alleingang erschoss", blättert Seidelt weiter in seinen Erinnerungen. 2005 wurde sie bei der EM in England Torschützenkönigin. Die Sturmführerin (216 Bundesligatore), die durch mehrere Verletzungen immer wieder zurück geworfen wurde, geht in ihre FCR-Spielzeiten 13 und 14. Cheftrainer Thomas Obliers freut sich sehr über diese Kontrakte, spricht von "festen Größen in meiner Planung."

Themawechsel! Das Pokal-Finale der Frauen ist für die Spielerinnen etwas Einzigartiges. Mehr als 70.000 Zuschauer jubeln im ausverkauften Berliner Olympiastadion den neuen Championettes zu. Dahin wollen auch die beiden Ruhrgebietsklubs FCR und Schönebeck, die sich "gerne darauf verständigt haben" (Seidelt), das Halbfinale auf Ostersonntag, 8. April (14 h), zu legen. WDR-Repräsentant Steffen Simon informierte auf der Ligatagung die Team-Delegationen, dass das Duell im Essener Sportpark Am Hallo abends im Rahmen der ARD-Sportschau gezeigt wird.

Zukunftsmusik! Ins Endspiel will der FCR, die Geschehnisse rund um das Nachholspiel des 1.FFC Frankfurt gegen Rheine nahm man mit einem breiten Grinsen zur Kenntnis. "Eine faustdicke Überraschung", bescheinigt Seidelt, "Frankfurt liegt nun in der begradigten Tabelle einen Zähler hinter uns." Seidelts Fazit: "Jetzt ist also Wirklichkeit geworden, wovon nicht ausgegangen werden konnte: Die Herbstmeisterschaft wird erst entschieden sein, wenn im Rahmen des elften und letzten Spieltags der Hinserie am 25. Februar wir in Hamburg und Frankfurt in Brauweiler gespielt haben."

Nach dem Test-2:0 in Wattenscheid wurde auch Regionalligist SG Lütgendortmund geschlagen: 10:0 - Tore: Grings (5), Turid Knaak (2), Verena Hagedorn, Jennifer Oster, Simone Laudehr.

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