Am Ende blieb die große Überraschung aus. Im Viertelfinale des Westfalen-Pokals unterlag Vorwärts Kornharpen dem Spitzenreiter der Oberliga Westfalen Preußen Münster mit 1:4 und verpasste somit den erstmaligen Einzug in das Halbfinale dieses Wettbewerbs.

Westfalenpokal: Preußen Münster zu stark für Kornharpen

Außenseiter schnuppert nur kurzzeitig an der Überraschung

Alexander Uttrodt/Philipp Zimmer
17. Februar 2007, 14:22 Uhr

Am Ende blieb die große Überraschung aus. Im Viertelfinale des Westfalen-Pokals unterlag Vorwärts Kornharpen dem Spitzenreiter der Oberliga Westfalen Preußen Münster mit 1:4 und verpasste somit den erstmaligen Einzug in das Halbfinale dieses Wettbewerbs.

Dennoch war der Trainer der Bochumer, Jörg Silberbach, nach dem Abpfiff stolz auf seine Mannschaft. „Wir haben den haushohen Favoriten ganz schön zum Schwitzen gebracht. Und das ist doch schon aller Ehren wert.“ In der 78. Minute nämlich verwandelte Guido Silberbach einen Foulelfmeter, den Preußen-Keeper Michael Joswig an Ümit Günkaya verschuldet hatte, zum 1:2 und ließ die Underdogs so von dem ganz großen Coup träumen. Doch freilich hielt die nun aufkommende Hochstimmung bei den in drei Bussen mitgereisten Fans, die auf einen ähnlichen Kraftakt wie in der Runde zuvor gegen Hamm hofften, nur wenige Zeigerumdrehungen lang an. Denn als Grover Gibson nur drei Minuten später das 3:1 für den Gastgeber erzielte, da war die Partie entschieden. Die „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“-Sprechchöre der Bochumer Anhängerschaft verstummten endgültig.

Eigentlich hätten die Münsteraner den Sieg aber schon viel früher unter Dach und Fach bringen müssen. „Wir hätten zur Halbzeit schon 5:0 oder 6:0 führen müssen“, bemängelte Preußen-Coach Georg Kreß nicht zu Unrecht die fehlende Kaltschnäuzigkeit seiner Schützlinge im Abschluss. Denn gleich reihenweise hatten diese selbst allerklarste Gelegenheiten in schon fast fahrlässiger Manier ausgelassen. Piorunek (8.), Sowislo (17.), Gibson (22., 41.), Thamm (24., 25.) und Antwerpen (32., 39.) scheiterten entweder am glänzend aufgelegten David Menke im Kornharpener Tor oder am eigenen Unvermögen. Cool blieben einzig Dirk Caspers vom Elfmeterpunkt, nach einem vermeintlichen Handspiel Marvin Rathmanns (16.) und Thomas Piorunek (29.), die dafür sorgten, dass die Hausherren trotz der vielen Gelegenheiten mit einer ebenso komfortablen wie auch verdienten Führung in die Pause gingen. Kornharpen war bis zu diesem Zeitpunkt nicht einmal gefährlich vor dem Tor Münsters aufgetaucht.

Dies änderte sich erst nach Wiederanpfiff. Nun nahmen die Gäste den Kampf an und spielten ordentlich mit. Allerdings ohne den weiterhin überlegenen Gastgebern, ernsthaft gefährlich werden zu können. So kam der Anschlusstreffer Silberbachs doch einigermaßen überraschend. Ganz anders die Treffer Grover Gibsons und Adrian Gurzynskis, die am Ende doch noch für den standesgemäßen Sieg der Münsteraner sorgten.

Autor: Alexander Uttrodt/Philipp Zimmer

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