Nur noch wenige Tage, dann rollt der Ball auch wieder in der Bezirksliga 13 Westfalen. Eine Liga, in der es an der Spitze spannend wie selten zuvor ist. Die ersten vier Mannschaften trennen nur zwei Punkte. Einer der Aufstiegsaspiranten: Der SV Gelsenkirchen-Hessler 06 mit seinem Trainer Wolfgang Heil. Gleich am ersten Spieltag der Restrunde trifft die Heil-Elf auf Tabellennachbar Adler Riemke. Revierkick.de sprach vor dem Rückrundenauftakt mit SV-Trainer Wolfgang Heil über die erste Partie, das Saisonziel und seine persönliche Zukunft.

Im Interview: Wolfgang Heil (Trainer SV Gelsenkirchen-Hessler 06)

14 Endspiele bis zur Meisterschaft?

Thomas Ziehn
14. Februar 2007, 14:19 Uhr

Nur noch wenige Tage, dann rollt der Ball auch wieder in der Bezirksliga 13 Westfalen. Eine Liga, in der es an der Spitze spannend wie selten zuvor ist. Die ersten vier Mannschaften trennen nur zwei Punkte. Einer der Aufstiegsaspiranten: Der SV Gelsenkirchen-Hessler 06 mit seinem Trainer Wolfgang Heil. Gleich am ersten Spieltag der Restrunde trifft die Heil-Elf auf Tabellennachbar Adler Riemke. Revierkick.de sprach vor dem Rückrundenauftakt mit SV-Trainer Wolfgang Heil über die erste Partie, das Saisonziel und seine persönliche Zukunft.

[b]revierkick.de:[/b] Hallo Herr Heil, die Pause war lang. Fängt es bei Ihnen langsam an zu kribbeln?

Heil: „Auf jeden Fall freuen wir uns alle darauf, dass es endlich wieder um Punkte geht. Eine richtige Pause war es ja ob der Hallenturniere die wir gespielt haben und der Testpartien nicht. Allerdings ging es im Prinzip um nichts und das empfinde ich persönlich immer als unangenehm. Ich bin zuversichtlich, dass wir am 17. Spieltag konkurrenzfähig sind.“

[b]revierkick.de:[/b] Gleich zum Auftakt wartet mit dem Bochumer Vertreter Adler Riemke einer der großen Konkurrenten um den Aufstieg in die Landesliga. Fällt da schon eine kleine Vorentscheidung?

Heil: „Eine Vorentscheidung sicher nicht. Es sind 14 Spiele bis zur Meisterschaft – für uns sind das 14 Endspiele. Mit Adler Riemke wartet sicherlich ein harter Brocken auf uns, aber ich rechne uns gerade zu so einem frühen Zeitpunkt gute Chancen aus. Unser Vorteil ist, dass wir zu Hause spielen und unsere Zuschauer uns kräftig unterstützen werden.

[b]revierkick.de:[/b] Welchen Eindruck haben Ihre Spieler in den letzten Testspielen hinterlassen?
[infobox-right]Zur Person:
"Fußball ist mein Leben", sagt Wolfgang Heil, der am 28.6.1959 geboren wurde. Wohnhaft ist er in Mülheim und hat mit seiner Frau einen 19-jährigen Sohn. Er trainierte unter anderem den 1. FC Mülheim und Germania Ratingen. Seit mittlerweile fünf Jahren steht Wolfgang Heil an der Seitenlinie des SV Gelsenkirchen-Hessler 06.[/infobox]
Heil: „Wir sind auf einem guten Weg. Klar gab es auch Rückschläge wie das Ausscheiden aus der Stadtmeisterschaft gegen Schaffrath, doch zuletzt haben wir den Landesligadritten FC Kray 4:0 nach Hause geschickt. Die Art und Weise dieses Erfolges stimmt mich sehr optimistisch. Allerdings: Für so einen Sieg können wir uns nichts kaufen. Unser letzter Härtetest vor dem Duell mit Riemke findet gegen Fortuna Herne statt. Ich hoffe, dass wir von Verletzungen verschont bleiben und ich gegen Adler personell aus dem Vollen schöpfen kann.“

[b]revierkick.de:[/b] Die Hallensaison lief gut. Ein dritter Platz bei der Gelsenkirchener Stadtmeisterschaft und ein Finalerfolg gegen Liga-Konkurrent SG Eintracht Gelsenkirchen beim Erler Hallenturnier. Wie wichtig sind Ihnen solche Erfolge?

Heil: „Diese Geschichten sind nette Abwechslungen und bei uns für die Spieler freiwillig. Meine junge Mannschaft geht mit vollem Elan in solche Turniere und vielleicht resultiert daraus der Erfolg. Wir haben versucht, die Euphorie in die Vorbereitungsspiele mitzunehmen.“

[b]revierkick.de:[/b] Ihre Mannschaft stellt mit nur 15 Gegentoren die beste Abwehr der Liga. Auch der Sturm kann sich mit 44 geschossenen Toren sehen lassen. Was ist Ihnen wichtiger? Tore erzielen oder verhindern.

Heil: „Ich gewinne lieber 5:4 als 1:0. Über die Saison gesehen tun wir uns auswärts mit dem Toreschießen etwas leichter. Zu Hause lassen wir die Gegner kommen und schlagen dann mit unseren blitzschnellen Kontern zu.“

[b]revierkick.de:[/b] Vier Vereine stehen in der Tabelle dicht gedrängt ganz oben. Warum gewinnt am Ende Ihr Team die Meisterschaft?

Heil: „Meiner Meinung nach wird der Verein Meister, der am besten aus der Winterpause kommt. Ich hoffe wir folgen dem Vorbild des Bundesligisten FC Schalke 04 und machen es nicht so wie Werder Bremen oder Bayern München. Wenn man einmal ins Rollen gekommen ist, kann man leicht eine Serie starten und sich so vielleicht etwas absetzen. Aber es gibt so viele Unbekannte: Es kann zu Spielausfällen kommen, die den Spielplan durcheinander bringen oder es kommt zu schweren Verletzungen. Ich werde mich deshalb nicht hierhin stellen und sagen, Hessler wird Meister. Die anderen Mannschaften sind auch gut und genau wie wir hochmotiviert. Ganz wichtig werden die Duelle mit den Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte. Da musst du nicht schön spielen, sondern nur gewinnen.“

[b]revierkick.de:[/b] Wie sieht die Zukunft von Wolfgang Heil aus?

Heil: „Ich bin ein absolut „Fußballverrückter“. Für mich ist immer der Verein wichtig, bei dem ich gerade bin. Bei Hessler 06 bin ich nun seit fünf Jahren und fühle mich immer noch pudelwohl hier. Ich identifiziere mich mit dem Verein und versuchte täglich, den Verein nach vorne zu bringen und Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. Ich verstehe mich mit allen Verantwortlichen sehr gut. Sollte ein Angebot von einem anderen Verein kommen, muss alles passen. Die Trainertätigkeit muss sich mit meiner Arbeit vereinbaren lassen und da ich in Mülheim wohne, muss das Engagement auch in der Umgebung liegen. Aber: Mein allererster Ansprechpartner in so einem Fall wäre der Vorstand von Hessler 06.

Autor: Thomas Ziehn

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