Mit unmissverständlicher Härte hat die Spruchkammer auf die Ausschreitungen während der Partie SV Schwafheim II gegen TSV Türkiyemspor Lintfort III reagiert:

Drakonische Strafe

Gesamtes Team für drei Spiele gesperrt

08. Februar 2007, 19:37 Uhr

Mit unmissverständlicher Härte hat die Spruchkammer auf die Ausschreitungen während der Partie SV Schwafheim II gegen TSV Türkiyemspor Lintfort III reagiert:

Die komplette dritte Mannschaft des TSV wurde für drei Meisterschaftsspiele gesperrt, zudem wurden dem Verein 800 Euro Strafe aufgebrummt.

Die folgenden fünf Spiele finden außerdem unter Aufsicht des Verbandes statt. Für den gleichen Zeitraum muss auch der SV Schwafheim unter unfreiwilliger Beoachtung kicken und gleichzeitig 400 Euro für grob unsportliches Verhalten seiner Spieler sowie 200 Euro wegen fehlender Ordnungsdienste zahlen.

Gegenstand der Verhandlung waren die gewalttätigen Auseinandersetzungen der Spieler beider Mannschaften nach dem Kreisliga-C-Spiel, das mit 1:1 beendet wurde. Im Laufe der Verhandlung kam die Spruchkammer zu der Erkenntnis, dass Schwafheims Akteur Daniel Geinitz mit provokanten Äußerungen die anschließende Massenschlägerei provoziert hat. Für ihn persönlich belief sich die Strafe auf eine Sperre bis einschließlich 21. März. Dr. Kostja Gregor von Keitz, Leiter der Spruchkammer, sah darin jedoch keineswegs eine Rechtfertigung der folgenden Attacken einiger TSV-Spieler gegen Gleinitz. Diese hatten dem Schwafheimer mit Tritten und Schlägen, neben einigen weiteren Blessuren, mehrere Rippenbrüche zugefügt.

Dass jetzt die komplette Mannschaft gesperrt wurde, "verdanken" die TSV-Spieler vor allem Spielertrainer Muhamed Memeti, der sich nicht dazu bereit erklärte, der Spruchkammer die Namen der beteiligiten Akteure zu nennen. Daher wird er sich auch noch in einem gesonderten Verfahren rechtfertigen müssen. Seine Schweige-Taktik blieb dennoch relativ erfolglos. Wie sich im Laufe der Verhandlung herausstellte, soll TSV-Spieler Soner Gülec der Hauptverantwortliche der Ausschreitungen gewesen sein und bekommt nun ebenfalls ein eigenes Verfahren. Der abgelaufenen Verhandlung wohnte Gülec, wie übrigens auch der komplette Vorstand des des Lintforter Klubs, nicht bei. Dafür unterbrachen die Anwesenden fortwährend von Keitz' Ausführungen - Spielertrainer Memeti verließ noch vor Ende der Urteilsverkündung den Saal.

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren