Nach dem 7:1-Kantersieg des FSV Kettwig gegen den VfL Sportfreunde 07 im November, wartet der Kreis 12 schon seit Monaten auf den zweiten Finalisten des DFB-Pokals auf Kreisebene. Und das ist der Außenseiter des Vorschlussrunden-Spiels am Samstag.

Kreis Essen Süd-Ost: FC Kray zieht ins Pokalfinale ein

Kontny: "Einfach schlafmützig"

Christian Krumm
04. Februar 2007, 12:56 Uhr

Nach dem 7:1-Kantersieg des FSV Kettwig gegen den VfL Sportfreunde 07 im November, wartet der Kreis 12 schon seit Monaten auf den zweiten Finalisten des DFB-Pokals auf Kreisebene. Und das ist der Außenseiter des Vorschlussrunden-Spiels am Samstag.

Mit 2:1 gewann der FC Kray sein Kreispokal-Halbfinale gegen den Oberligisten und haushohen Favoriten ETB SW Essen. Schon nach 20 Minuten lagen die Hausherren mit 2:0 in Front, Winter-Neuzugang Dusan Trebaljevac hatte nach einer tollen Kombination über Björn Matzel und Sascha Neue (14.) die Krayer in Führung geschossen, Dominik Immanuel war mit einem Schuss aus 15 Metern erfolgreich (20.).

Auch der Anschlusstreffer kurz nach der Pause von Markus Katriniok (53.) änderte nichts an der faustdicken Überraschung. „Ich muss den Jungs ein Riesen-Kompliment machen, sie haben zum einen kämpferisch überzeugt, aber auch richtig tolle spielerische Akzente gezeigt“, lobte Jürgen Lucas, der genauso wie der zweite Part des FCK Trainerduos Wolfgang Priester nach dem Schlusspfiff außer sich vor Freude war.

Auf der anderen Seite sah man hingegen eher lange Gesichter, mit so einem Ausgang hatte beim Viertligisten natürlich keiner gerechnet. „Wir waren am Anfang einfach schlafmützig und mussten dann dem Rückstand hinterherlaufen“, war Frank Kontny, ETB-Coach sichtlich angefressen. „Wir wären sehr gerne ins Endspiel gekommen.“

Dort steht jetzt stattdessen der FC Kray, auf den der FSV Kettwig gewartet hat. Da war doch was! Korrekt, erst kürzlich gab es zwischen beiden Teams eine Auseinandersetzung bei den Hallenstadtmeisterschaften. „Auf dieses Endspiel freuen wir uns natürlich ganz besonders“, reibt sich Lucas die Hände, der sich jetzt getrost „Pokal-Trainer“ nennen darf, schließlich gelang es ihm schon mal 2005, die Schwarz-Weißen aus dem Wettbewerb zu werfen, damals noch als Verantwortlicher von TuS Helene Essen. „ETB scheint mir wohl zu liegen“, zwinkerte Lucas, der aber schon wieder ins normale Geschäft überging: „Das gibt uns Selbstvertrauen. Da machen unseren Kickern doch die Laufeinheiten nächste Woche mehr Spaß.“

Autor: Christian Krumm

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