Mit einer starken Abwehrleistung hat sich Bayer Leverkusen erstmals seit zwölf Jahren wieder ins Achtelfinale des UEFA-Cups gekämpft. Angeführt vom überragenden Brasilianer Juan verteidigte die Werkself bei den Blackburn Rovers ein 0:0 und buchte damit nach dem 3:2-Hinspielsieg gegen die Engländer einen Platz in der Runde der letzten 16, die der der UEFA-Cup-Sieger von 1988 zuletzt in der Saison 1994/95 erreichte hatte.

0:0! Leverkusen kämpft sich ins Achtelfinale

Abwehrbollwerk hält in Blackburn

22. Februar 2007, 22:31 Uhr

Mit einer starken Abwehrleistung hat sich Bayer Leverkusen erstmals seit zwölf Jahren wieder ins Achtelfinale des UEFA-Cups gekämpft. Angeführt vom überragenden Brasilianer Juan verteidigte die Werkself bei den Blackburn Rovers ein 0:0 und buchte damit nach dem 3:2-Hinspielsieg gegen die Engländer einen Platz in der Runde der letzten 16, die der der UEFA-Cup-Sieger von 1988 zuletzt in der Saison 1994/95 erreichte hatte.

Nächster Gegner der Bayer-Elf wird am 8. und 15. März der Sieger des Duells zwischen Panathinaikos Athen und RC Lens (Hinspiel: 1:3) sein. Die Rückkehr von Juan, der zuletzt zweimal in der Bundesliga sowie im Hinspiel gefehlt hatte, erwies sich für Leverkusen als Schlüssel zum Erfolg. Vor der Partie vor 25.124 Zuschauern im Ewood Park von Blackburn hatte die Elf von Trainer Michael Skibbe in den sechs Pflichtspielen des Jahres 2007 nur beim 0:1 bei Hannover 96 weniger als zwei Gegentreffer hinnehmen müssen.

`In der Endphase wurde der Druck immer größer, da konnten wir am Ende froh sein, dass wir das 0:0 über die Zeit gebracht haben´, sagte Skibbe und lobte sein Team: `Wir waren taktisch gut, läuferisch und kämpferisch aufopferungsvoll. Damit haben wir uns das Unentschieden verdient.´ Die Leverkusener begannen die Partie bei strömendem Regen sehr kontrolliert und ließen Englands Meister von 1995 in der Anfangsphase kaum gefährlich vor das Tor von Jörg Butt kommen, der international trotz seiner Bundesliga-Rotsperre spielen darf.

Lediglich zwei Freistöße des Norwegers Morten Gamst Pedersen (5. und 15.), die jeweils über das Tor flogen, waren zunächst für die Platzherren zu verzeichnen. In der 25. Minute hatte Butt aber Glück, als sich Benny McCarthy erst im Strafraum geschickt um seinen Gegenspieler Gonzalo Castro drehte und der noch leicht abgefälschte Schuss des Südafrikaners knapp am linken Pfosten vorbei rollte.

In der 42. Minute ließ Butt einen harmlosen Schuss überraschend nach vorne abprallen, doch McCarthy konnte die Gelegenheit aber nicht ausnutzen. In der Offensive hatte Skibbe kurzfristig umdisponieren müssen. Weil Stefan Kießling wegen einer Zahnentzündung nicht vollkommen fit war, blieb der Ex-Nürnberger zunächst auf der Bank. Für Kießling rückte der Ukrainer Andrej Woronin als als vierter Neuer neben Juan, Butt und dem in der Bundesliga ebenfalls gesperrten Paul Freier in die Startformation.

Der künftige Liverpooler sorgte aber zunächst für keine Torgefahr. Auch Sergej Barbarez gelang kaum etwas. Nach einem Ballverlust des Bosniers kassierte Juan zudem eine Gelbe Karte, als er einen Konter der Briten mit einem Foulspiel stoppte. Kurz vor der Pause war ein Freistoß von Bernd Schneider, der nur knapp das Gehäuse der Gastgeber verfehlte, die erste Gelegenheit der Rheinländer (43.).

Zwei Minuten später schoss der Nationalspieler nach einer feinen Einzelleistung über das Tor. Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie einen ähnlichen Verlauf. Leverkusen gelangen nur ganz wenige Entlastungsangriffe, und die Briten erhöhten angesichts der zerrinenden Zeit kontinuierlich den Druck. Doch bei einem Kopfball von David Dunn in der 56. Minute parierte Butt glänzend, und in der 70. Minute ließ McCarthy eine gefährliche Flanke über den Fuß rutschen. Beste Leverkusener waren Juan und Schneider. Die Rovers hatten ihre stärksten Akteure in Pedersen und dem Türken Tugay.

Autor:

Kommentieren