Die regionale Verbundenheit ist eine Triebfeder im strategischen Leitbild der Essener Privatbrauerei Jacob Stauder.

Fußball in Essen

"Essen kann auf das neue Stadion stolz sein!"

Thomas Wein
16. Februar 2012, 10:34 Uhr

Die regionale Verbundenheit ist eine Triebfeder im strategischen Leitbild der Essener Privatbrauerei Jacob Stauder.

Ihre Geschäftsführer Axel und Dr. Thomas Stauder tragen sich in diesem Bewusstsein und skizzieren im Gespräch mit RevierSport aus Ihrer Perspektive die Rolle des FC Kray, des neuen Essener Stadions und Sportsponsorings angesichts des häufig kolportierten Bierwerbeverbots.

Traditionen werden im Hause Stauder groß buchstabiert, daher kommen wir eingangs auch nicht um die Frage herum, wie ihr diesjähriger Eindruck von den Essener Hallenstadtmeisterschaften war, die zum 18. Mal auch von der Privatbrauerei Jacob Stauder als Sponsor begleitet wurde?

Axel Stauder: Ich hatte am Finalspieltag einmal mehr einen sehr positiven Eindruck. Die Halle war gut gefüllt, die Stimmung war großartig und ich habe besonders deutlich gemerkt, dass die Menschen in Essen unserem Produkt und der Marke Stauder sehr positiv gegenüber stehen.

Knüpfen sie diese Erkenntnis an den Bierumsatz in den Hallen?

Axel Stauder: Nein, mein Eindruck steht im Zusammenhang mit den vielen positiven Feedbacks, die wir im Zusammenhang mit unserer neuen Image-Kampagne „Ehrlich wie das Ruhrgebiet“ in den Hallen bekommen haben. Die Menschen nehmen uns unser persönliches Engagement für ein erstklassiges Essener Produkt ab. Gekoppelt an die auffällig hohe sportliche Qualität des diesjährigen Turniers ist das eine perfekte Kombination.

Mit der Idee zum Stauder-Fanblock haben sie zudem mehr Nähe zu den Fans gesucht. Ist das Vorhaben aufgegangen?

Thomas Stauder: Bei allem Spaß, der bei dem Projekt im Vordergrund stand, weil der kreativste Fanblock gesucht wurde, lag unsere Motivation vor allem darin, als Essener Familienunternehmen die Verbindung zur Essener Fußball-Familie zum Ausdruck zu bringen. Ich denke, es ist uns so auch gelungen, die Resonanz zur diesjährigen Hallenstadtmeisterschaften noch mehr zu steigern und medial unterstützt zu einem richtigen Stadtgespräch zu machen ...

... in dem der FC Kray, nach 2001 und 2006 zum dritten Mal Turniersieger, am häufigsten erwähnt wurde. Trauen sie dem Niederrheinligisten als bereits etablierter dritter Kraft zu, mittelfristig aus dem Schatten von RWE und ETB herauszutreten?

Axel Stauder: Der FC Kray schreibt derzeit eine Erfolgsgeschichte. Das tut dem Essener Sport grundsätzlich gut. Aufgrund der Ligenreform ist es derzeit durchaus denkbar, dass Kray und ETB schon in der kommenden Saison in einer Liga, nämlich der Oberliga Niederrhein spielen werden. Hier muss sich der infrastrukturell und sportlich sehr gut aufgestellte Verein nicht hinter ETB verstecken. Es wird sich zeigen, inwiefern die Organisationsstrukturen stetig professionellen Standards genügen können, um langfristig ganz oben in Essen dabei zu sein.

Thomas Stauder: Man muss aber konstatieren, dass Rot-Weiss Essen hinsichtlich des Zuschauerinteresses immer über allen anderen Vereinen in Essen stehen wird. Dennoch wäre es positiv, wenn mehrere Vereine in Essen auf einem hohen Niveau spielen, da es die Konkurrenz und das Interesse am Fußball insgesamt anreichern und den Fokus überregional auf die Stadt lenken würde.

Autor: Thomas Wein

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