FÜCHSE DUISBURG - verschlafen Start in das neue Jahr

05. Januar 2007, 11:34 Uhr

Am Dienstagabend war in der Duisburger Scania-Arena nur ein Mann, der im Füchse-Trikot als “Feldspieler” auf dem Eis stand, hellwach, der Fan, der beim Puckschießen von der Mittellinie das leere Tor traf.

Am Dienstagabend war in der Duisburger Scania-Arena nur ein Mann, der im Füchse-Trikot als “Feldspieler” auf dem Eis stand, hellwach, der Fan, der beim Puckschießen von der Mittellinie das leere Tor traf. Ansonsten präsentierten sich die Füchse gegen die Eisbären Berlin ziemlich unausgeschlafen und unterlagen im ersten Spiel des Jahres 2007, wie schon im letzten des Jahres 2006, mit 0:4. Und ohne den weiterhin glänzend aufgelegten Christian Rohde im Tor wäre die Niederlage gegen den amtierenden Meister noch höher ausgefallen.

"Vielleicht sind sie ja müde", hatte Duisburgs Trainer Didi Hegen vor dem Spiel gehofft. Denn die Eisbären spielten vor dem Jahreswechsel beim Spengler-Cup in Davos mit. Doch davon war nichts zu spüren. Das könnte aber auch an den erzielten Ergebnissen liegen. Der Deutsche Meister der vergangenen zwei Jahre beendete das Turnier in Davos auf dem letzten Rang. Einem Sieg gegen den russischen Vertreter Khimik Mytischi stehen drei Niederlagen gegenüber, darunter eine deutliche 1:6-Pleite gegen Mora IK.

Als die Füchse in der sechsten Minute eine Zwei-Mann-Unterzahl zu überstehen hatten, begannen die Eisbären mit dem Eishockeyspielen und drängten den Tabellenletzten aus dem Ruhrgebiet immer weiter hinten rein. Zunächst hielt der EVD das 0:0 – dank Rohde. Nach 34 Sekunden gelang den Gästen dann aber doch der längst überfällige Führungstreffer. Im zweiten Drittel kam der EVD zu einigen Konterchancen, aber eigentlich deutete wenig darauf hin, dass die Duisburger dem Team aus der Hauptstadt gefährlich werden könnten. Patrick Jarrett erhöhte auf 2:0 und als Egor Baschkatow und Andrej Teljukin gleichzeitig auf die Strafbank wanderten, markierte Deron Quint das 3:0 und sorgte für eine Vorentscheidung. André Rankels Überzahltreffer zum 4:0 hatte nur noch statistischen Wert, da sich im letzten Spielabschnitt beide Teams nicht gerade durch Engagement und Aktivität auszeichneten.

“Ich bin nicht zufrieden”, stellte Hegen fest, dass er nach zwei schwachen Vorstellungen nun am Freitag im Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers von seinen Jungs eine deutliche Leistungssteigerung erwartet. Markus Terbach

Statistik
Tore: 1:0 (19:26) Fairchild (Felski, Jillson/5-4), 2:0 (26:18) Patrick Jarrett, 3:0 (31:36) Pederson (Quint, Roach/5-3), 4:0 (40:31) Rankel (Quint, Roach/5-4). Strafminuten: 4 - 18 + 5 + SD Seeley. Zuschauer: 4500.

Autor:

Kommentieren