2:3 gegen die Schweiz! DEB-Auswahl verpasst Finale

11. November 2006, 20:30 Uhr

Erfolgsserie beendet, Finale verpasst: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft verlor nach neun Spielen in Folge ohne Niederlage 2:3 (2:0, 0:1, 0:1, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen gegen die Schweiz und muss sich beim Deutschland-Cup mit dem kleinen Finale begnügen.

Erfolgsserie beendet, Finale verpasst: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft verlor nach neun Spielen in Folge ohne Niederlage 2:3 (2:0, 0:1, 0:1, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen gegen die Schweiz und muss sich beim Deutschland-Cup mit dem kleinen Finale begnügen. Das Team von Bundestrainer Uwe Krupp verspielte trotz einer starken Leistung gegen den Erzrivalen einen 2:0-Vorsprung und trifft am Sonntag (15. 30 Uhr/live bei Premiere) im Spiel um Platz drei auf Kanada. Um den Turniersieg spielen die Eidgenossen und Ex-Weltmeister Slowakei. Mit der 44. Niederlage im 120. Vergleich setzte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) zugleich ihre schwarze Serie gegen den Nachbarn fort. Seit dem letzten Erfolg am 3. April 2004 (3:2) hat sie nun in acht Spielen sieben Niederlagen und nur ein Remis bei Olympia in Turin (2:2) erzielt.

Die Nürnberger Anton Bader (9.) und Petr Fical (15.) brachten das DEB-Team 2:0 in Führung. Beat Forster (28.), Patrick Bärtschi (60.) glichen in der regulären Spielzeit aus. Den entscheidenden Penalty verwandelte Paul Di Pietro. Die deutsche Mannschaft begann - ganz anders als beim mühsamen 5:4 gegen Japan - sehr konzentriert. Wie von Krupp gefordert schaltete sie schnell von Defensive auf Offensive um und überraschte die Schweizer mit schnellen Vorstößen. Zudem funktionierte das Überzahlspiel: Bader, der den Puck in den Winkel setzte, erzielte bereits das vierte Powerplay-Tor der DEB-Auswahl im Turnier. Dass Krupp bei seiner Auswahl der Spieler auf Schnelligkeit und Fitness setzt, zahlte sich beim 2:0 aus. Als der Nürnberger Michael Bakos auf der Strafbank saß, nutzte dessen Klubkollege Fical eine Unaufmerksamkeit der Schweizer zu einem schnellen Konter und überwand Torhüter Jonas Hiller mit einem Unterzahltreffer.

Krupp hatte gegenüber dem Japan-Spiel erneut umgestellt. Der Deutsch-Kanadier John Tripp und die beiden Mannheimer Christoph Ullmann und Eduard Lewandowski, die am Mittwoch beim 4:4 im Testspiel gegen Kanada überzeugt hatten, kehrten nach einer Partie Pause zurück ins Team. Im Tor erhielt der Iserlohner Dimitrij Kotschnew eine Chance. Der 25-Jährige bekam im zweiten Drittel deutlich mehr zu tun, weil die Gäste besser ins Spiel kamen, die Deutschen aber auch zahlreiche unnötige Strafzeiten kassierten. Als der Kölner Lasse Kopitz draußen saß, kam die Schweiz auf kuriose Weise zum Anschlusstreffer: Ullmann lenkte die Scheibe unglücklich an die Latte des deutschen Tores, Forster drückte sie über die Linie. Sekunden zuvor hatte Michael Wolf noch das 3:0 und damit eine Vorentscheidung verpasst:

Bei einem weiteren schnellen Gegenangriff in Unterzahl verfehlte der Iserlohner nach Zuspiel von Sven Felski das Tor. Im Schlussabschnitt gelang Bärtschi 31 Sekunden vor dem Ende noch der Ausgleich. Zuvor hatte sich Ex-Weltmeister Slowakei durch ein 5:2 (1:2, 2: 0, 2:0) gegen Kanada Platz eins in der Gruppe B und damit den Finaleinzug gesichert. Um Platz fünf spielen am Sonntag (12.00 Uhr) Japan und Lettland, die erstmals am Deutschland-Cup teilnehmen.

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