Kurz vor Ende der Hinrunde war die Sprachregelung in Münster eindeutig: Transfers, so hieß es damals, sollten in der Winterpause nicht getätigt werden.

Preußen Münster

Noch zwölf Stunden für einen Stürmer

31. Januar 2012, 11:40 Uhr

Kurz vor Ende der Hinrunde war die Sprachregelung in Münster eindeutig: Transfers, so hieß es damals, sollten in der Winterpause nicht getätigt werden.

Gerade erst war Nejmeddin Daghfous an die Hammer Straße geholt worden, der für die dringend benötige Kreativität im Mittelfeld sorgen sollte. Carsten Gockel betonte kurz danach: "Ich denke nicht, dass wir Leute holen müssen. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie gut ist." Der Münsteraner Sportvorstand ist aber selbstredend erfahren genug, um den Transferbestrebungen keinen finalen Riegel vorzuschieben und ergänzte deshalb flugs: "Wenn wir die Möglichkeiten haben, kann es sein, dass wir etwas machen. Warum sollen wir das ausschließen?"

Rund zwei Monate später haben Sercan Güvenisik, Julian Loose und David Buchholz den Klub verlassen und in Dennis Grote und Fabian Hergesell sind zwei neue Gesichter ins Team gekommen. Veränderungen, die aufgrund der negativen Tendenz der letzten Wochen notwendig waren und deren Rahmenbedingungen durch die voranschreitende Aquise von Sponsoren und den Verkauf von Güvenisik, Buchholz und Loose geschaffen wurden.

Gut zwölf Stunden vor Schließung des Transferfenster arbeiten die Verantwortlichen und Neu-Trainer Pavel Dotchev allerdings noch an der Verpflichtung eines neuen Angreifers. Dotchev, der auf seinen bisherigen Trainerstationen bis auf wenige Ausnahmen immer mit zwei Spitzen spielen ließ, hat aktuell mit Radovan Vujanovic und Babacar N'Diaye nur zwei waschechte Angreifer in seinen Reihen. Wer noch hinzustoßen wird, ist allerdings völlig offen. Mit Orlando Smeekes vom SV Wehen-Wiesbaden waren die Gespräche schon weit fortgeschritten, letztlich fanden beide Seiten aber keinen gemeinsamen finanziellen Nenner.

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